Sozialverband

Riester-Rente abschaffen

Satte 30 Milliarden Euro hat die Deutsche Rentenversicherung gebunkert. Schon Anfang des Jahres war der Beitragssatz deshalb von 19,6 auf 18,9 Prozent gesunken. Ein guter Trend? Nein, sagt der Sozialverband Deutschland (SoVD) und fordert ein Umdenken. Die Beitragssatz soll wieder rauf – genauso wie das Rentenniveau. Auf die Riester-Rente könne man dann verzichten.

Die von Rot-Grün eingeleitete Rentenreform müsse zurückgedreht werden. Wieder rauf mit dem Rentenniveau auf die alten 53 Prozent vom letzten Bruttoeinkommen. Und dafür ebenfalls wieder rauf auf den früheren Beitragssatz von 19,9 Prozent. Aber man sei durchaus kompromissbereit. Das Rentenniveau müsse dann zumindest bei den derzeitigen 49,9 Prozent eingefroren werden.

Zwar würden die 53 Prozent schon heute 21 Milliarden Euro mehr kosten. Und 2026 sogar 32,8 Milliarden. Doch könne dies über einen höheren Beitragssatz, den höheren Bundeszuschuss und die Reserven aufgefangen werden. SoVD-Präsident Adolf Bauer fordert auch, die Entgeltumwandlung in der bAV sozialabgabenpflichtig zu machen. Und die Nachteile von Rentnern in der Kranken- und Pflegeversicherung abzuschaffen. In der GKV zahlen sie 0,9 Prozent mehr als Erwerbstätige, in der Pflegeversicherung fehlt ihnen der Arbeitgeberanteil am Beitrag. Den müssen sie mitübernehmen.

Auch ein Ende der Riester-Rente könnte Bauer gefallen. Das Geld sollte stattdessen in die gesetzlichen Rentenkassen fließen und durchaus staatlich gefördert werden. Dort sei es sicherer und preiswerter angelegt. Renten-Riester statt Riester-Rente – den Versicherern dürften sich die Nackenhaare sträuben.

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