Sachsens Ministerpräsident zum Thema Pflegebeiträge

„Ohne eine Erhöhung wird es nicht funktionieren“

Erst zum Jahresbeginn gab es eine Beitragserhöhung in der Pflegeversicherung. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer reicht das aber nicht. Er sprach sich nun für ein weiteres Anheben der Beiträge aus. Die Details gibt’s hier.
© dpa/picture alliance
Ist Sachsens Ministerpräsident: Michael Kretschmer, CDU.

Obwohl die Beiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung zum 1. Januar 2019 erst um 0,5 Prozentpunkte gestiegen sind, denkt Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer schon an die nächste Staffelung: „Ohne eine Erhöhung wird es nicht funktionieren“, erklärte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Freitagsausgaben).

„In der Pflegeversicherung gerät gerade viel auf die schiefe Ebene. Es war und ist eine Teilkaskoversicherung – das scheint nicht mehr klar zu sein“, so der CDU-Politiker. „Es geht nicht, dass wird die Kosten immer sozialisieren und den Nutzen individualisieren.“ Auch passe es nicht zusammen, immer höhere Leistungen abzurufen und gleichzeitig die Versicherungskosten zu senken.

Und weiter:

„Wir alle sind für uns und unsere Angehörigen verantwortlich. Es gibt Hilfe für die, die wirklich bedürftig sind. Aber jeder muss trotzdem für sich selber Vorsorge treffen. Und die Familie muss füreinander einstehen“, so Kretschmer. Man müsse darüber diskutieren, „was der Staat leisten soll und was der Bürger übernehmen muss“. Es gehe jetzt darum, dem Staat nicht lauter Dinge aufzubürden, die man später „mit viel Ärger und Mühe“ wieder zurückführen müsse.

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Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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