Restschuldversicherung

Bundesregierung verlangt mehr Durchblick bei Kosten

Ohne Restschuldversicherung kein Kredit – diesen Eindruck hat so mancher Bankkunde beim Filialbesuch. Die Bundesregierung hat nun beschlossen, Kredite künftig stärker von Restschuldversicherungen zu entkoppeln. Unter anderem sollen die Kosten der Police gesondert ausgewiesen werden. In zwei Jahren soll der Erfolg der Maßnahmen überprüft werden.
© dpa/picture alliance
Wer sich künftig bei der Bank um einen Kredit bemüht, soll künftig besser informiert werden zum Thema Restschuldversicherung.

Restschuldversicherungen sollen Kreditnehmer gegen Schicksalsschläge wie Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Tod absichern. Doch häufig haben Bankkunden den Eindruck, dass ihnen gar keine Wahl bleibt, weil sie ohne die Police den Kredit nicht bekommen würden. Die große Koalition hat sich nun für Verbesserungen stark gemacht. Dazu hat sich der Wirtschaftsausschuss des Bundestages am Mittwoch auf ein Maßnahmenpaket verständigt.

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Daraus geht unter anderem hervor, dass der Versicherungsnehmer eine Woche nach Unterzeichnung des Versicherungsvertrags erneut in Textform über sein Widerrufsrecht belehrt werden soll, wie das Handelsblatt berichtet.

Hohe Provisionen für Banken

Ein Produktinformationsblatt soll zudem die Kosten der Restschuldversicherung gesondert ausweisen.

Hintergrund ist, dass einer Bafin-Studie zufolge 12 von 31 befragten Banken angegeben hätten, 50 Prozent der Versicherungsprämie als Provision zu erhalten. In Einzelfällen habe die Provisionen sogar bei über 70 Prozent gelegen, berichtet das Handelsblatt.

Nachschärfung könnte in zwei Jahren anstehen

In den kommenden zwei Jahren wolle man die Umsetzung des Gesetzes überprüfen und dieses gegebenenfalls nachschärfen, heißt es. Verbraucherschützer haben das Vorhaben grundsätzlich begrüßt.

Die neuen Informationspflichten sollen im Rahmen der Umsetzung der EU-Versicherungsrichtlinie IDD gesetzlich verankert werden. Die Umsetzung der Richtlinie ist eines der letzten Gesetzesvorhaben der großen Koalition in der laufenden Legislaturperiode.

Autor

Lorenz

Klein

Lorenz Klein gehörte dem Pfefferminzia-Team seit 2016 an, seit 2019 war er stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Im Oktober 2023 hat Klein das Unternehmen verlassen, um sich neuen Aufgaben in der Versicherungsbranche zu widmen.

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