Rente mit 69

DGB lehnt Bundesbank-Vorstoß ab

„70 Jahre sind kein Alter“, befindet der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) – so kommentierte der DGB zumindest das eigene Gründungsjubiläum, das dieser Tage festlich begangen wurde. Den Vorstoß der Bundesbank, erst mit über 69 Jahren in Rente zu gehen, weist die Gewerkschaft hingegen entschieden zurück.
© picture alliance/Bernd von Jutrczenka/dpa
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht am 21. Oktober 2019 beim Festakt zu 70 Jahre Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) in Berlin: Der DGB lehnt eine Anhebung des Rentenalters auf fast 70 Jahre ab.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat sich gegen den Vorschlag der Bundesbank ausgesprochen, das Rentenalter langfristig auf fast 70 Jahre anzuheben. „Bereits die Rente mit 67 war ein Fehler“, wird DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ zitiert.

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Bereits heute würden viele nicht das gesetzliche Rentenalter erreichen. „Sie werden oft vorher arbeitslos oder chronisch krank und retten sich nach Bezug von Arbeitslosengeld I und II oder Krankengeld nur mit Mühe in eine vorgezogene Altersrente mit Abschlägen“, so Buntenbach weiter.

Arbeitgeberverband stimmt Vorstoß zu

Die Bundesbank hatte eine Anhebung des Rentenalters vorgeschlagen, um die demografischen Herausforderungen zu bewältigen, wie es hieß.

Zustimmung hierfür kommt unterdessen vom Arbeitgeberverband BDA. „Die gewonnene Lebenserwartung muss auch zu einer längeren Erwerbsphase führen und darf nicht nur einen immer längeren Ruhestand bedeuten“, kommentierte BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter den Vorschlag.

Autor

Lorenz

Klein

Lorenz Klein gehörte dem Pfefferminzia-Team seit 2016 an, seit 2019 war er stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Im Oktober 2023 hat Klein das Unternehmen verlassen, um sich neuen Aufgaben in der Versicherungsbranche zu widmen.

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