Nachdem in diesem Jahr die Bezüge aus der gesetzlichen Rentenversicherung nicht erhöht wurden, könnten sie im kommenden Jahr deutlich steigen. „Ich gehe davon aus, dass die ausgebliebene Erhöhung im kommenden Jahr in gewissem Umfang nachgeholt wird und die Rentner 2022 ein ordentliches Plus bekommen werden“, sagt Gundula Roßbach, Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
„Wie viel mehr es sein wird, das wissen wir erst im nächsten Frühjahr, denn wir müssen ja die Lohnentwicklung im gesamten Jahr 2021 betrachten“, so Roßbach. Das könne aktuell nicht genau eingeschätzt werden, da unklar sei, wie sich dieser Herbst und Winter mit der Corona-Pandemie auf die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt auswirken werde. Konkrete Vorhersagen seien daher derzeit unseriös.
Zur Berechnung der Rente wird die Lohnentwicklung des Vorjahres herangezogen. Aufgrund der Corona-Pandemie entwickelten sich die Löhne und Gehälter im Jahr 2020 negativ. Renten können zwar nicht gekürzt werden, aber es kann Nullrunden geben, in denen keine Erhöhung stattfindet. Für 2021 erhöhte sich die Rente daher in den alten Bundesländern nicht. In den neuen stiegen sie um rund 0,7 Prozent aufgrund der schrittweisen Angleichung.
Ferner ist derzeit die Diskrepanz zwischen der Höhe der Renten und Beamtenpensionen riesig. So lägen 82 Prozent der gesetzlichen Renten unter 1.500 Euro. 95 Prozent der Beamtenpensionen dagegen seien höher als 1.500 Euro. Das gehe aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linken hervor, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) schreibt.
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