Pflegeversicherung

Beiträge könnten in zwei Jahren steigen

Zwar bleibt der Beitragssatz für die gesetzliche Pflegeversicherung bis 2020 vermutlich stabil. Werden jedoch die Leistungen erweitert und damit die Ausgaben gesteigert, wird sich das wohl auch auf den Beitrag auswirken. Das sagt Gernot Kiefer, Vorstand des GKV-Spitzenverbands, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.
© dpa/picture alliance
Das Pflegepersonal soll besser bezahlt werden. Werden weitere Leistungen in der gesetzlichen Pflege verbessert, werden vermutlich auch die Beiträge steigen.

Vom jetzigen Zeitpunkt aus betrachtet, werden die Beiträge für die gesetzliche Pflegeversicherung bis 2020 stabil bleiben, prognostiziert Gernot Kiefer, Vorstand des GKV-Spitzenverbands gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Aktuell liegt der Beitrag bei 2,55 Prozent, für Kinderlose bei 2,80 Prozent des Bruttoeinkommens.

„Aber sollten in dieser Legislaturperiode Leistungen ausgeweitet oder die Bezahlung des Personals verbessert werden, muss ein Teil sicher auch über einen höheren Beitragssatz finanziert werden“, so Kiefer.

Im Koalitionsvertrag von Union und SPD etwa sei die Idee eines bundesweit verbindlichen Tarifvertrags für die Pflege verankert. Und auch, dass Pflegekräfte besser bezahlt werden sollen, steht dort.

Kiefer machte außerdem noch auf den zunehmenden Personalmangel in der Pflege deutlich. „Wenn wir jetzt nichts tun, steuern wir auf eine dramatische Situation zu“, so Kiefer. „Erfreulicherweise gibt es gerade einen deutlichen Zuwachs bei den Altenpfleger- und -Pflegerinnen. Doch das reicht noch lange nicht aus.“

Er begrüßte die Pläne der Regierung, 8.000 zusätzliche Stellen zu schaffen. „Aber damit allein werden wir das Problem nicht in den Griff bekommen. Im Augenblick ist der Arbeitsmarkt für Pflegekräfte leider wie leer gefegt“, so Kiefer.

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Autorin

Manila Klafack war bis März 2024 Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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