OECD-Studie zum Rentenalter

Arbeiten bis der Bestatter kommt

Die OECD hat das Zusammenspiel von höherer Lebenserwartung und Rentensystem untersucht. Das Ergebnis zeigt: Weltweit stehen alle Staaten vor dem gleichen Problem – allen voran Portugal, Japan und Korea. Wie die Staaten ihre Rentensysteme retten könnten und welche Folgen das hätte.
© Getty Images
Rentner und junge Leute: Die Diskrepanz zwischen Jung und Alt wird immer größer, denn die Alten werden immer älter und Junge kommen zu wenige nach. Für unser Rentensystem hat das enorme Folgen.

Die Überalterung unserer Gesellschaften nimmt zu. Und dass sich daran etwas ändern könnte, ist derzeit nicht zu erkennen. Für Deutschland prognostiziert die OECD deshalb, dass im Jahr 2075 zwei Über-65-jährige Personen auf drei Arbeitnehmer kommen werden. Das wäre dann in etwa doppelt so viel wie im Jahr 1975, wie das Versicherungsjournal berichtet.

Damit das Rentensystem nicht kollabiert, müssen sich die Staaten etwas einfallen lassen. Deshalb schlägt die OECD drei Möglichkeiten vor, so der Bericht weiter. Hiernach sollten die Regierungen entweder die Beiträge oder das Renteneintrittsalter anheben oder aber das Rentenniveau senken.

Folge dessen könnte jedoch eine weiter steigende Altersarmut sein, denn Deutschland liege mit 53 Prozent schon jetzt unter dem OECD-Rentenniveau von durchschnittlich 63 Prozent. Ebenfalls an der Rentenhöhe nagt der Trend zu immer mehr Teilzeitarbeit oder befristeten Verträgen.

Dennoch tröstlich: Sowohl kürzere als auch längere Arbeitslosigkeit hat auf deutsche Rentner nicht so große Auswirkungen wie in anderen OECD-Staaten. Denn ihre Einbußen fallen geringer aus.

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