Objekt aus dem Pangaea Life Blue Energy

Rein ins Windrad und rauf aufs Windrad

Zwei Fonds aus dem Hause Pangaea Life stecken Geld in Sachwerte, einer in Energieprojekte, einer in Immobilien. Beide bislang mit beachtlichem Erfolg. Jetzt hat das Haus dazu eingeladen, einen Windpark aus dem Fondsportfolio zu besichtigen. Hier ist der Erlebnisbericht unseres Redakteurs Andreas Harms (mit Video).
Pfefferminzia-Redakteur Andreas Harms vor dem Eingang zum Windrad
© Pfefferminzia
Pfefferminzia-Redakteur Andreas Harms vor dem Eingang zum Windrad

Der Fahrstuhl ist eine Dose aus Blech, die sich an zwei Stahlseilen in diesem hohen Windrad emporzieht. Drinnen wabert der typische Geruch nach Öl und Maschine, der auch durch alteingesessene Autowerkstätten streicht. Nur zwei Personen passen in die Dose hinein, die Arme ausstrecken können sie nicht. Beide sind mit mächtigen Stahlhaken und Klettergeschirr gesichert. Der eine arbeitet für den dänischen Windradspezialisten Vestas, und der andere bin ich.

Satte 15 Minuten benötigt der Lift, um uns beide nach oben zu befördern. Oben, das ist in 150 Metern Höhe die Nabe eines Windrads, das in der Gemeinde Akmene in Litauen steht.

Das besichtigte Windrad in der Totalen (Foto: Dunja Koelwel)
Das besichtigte Windrad in der Totalen (Foto: Dunja Koelwel)

Das Rad gehört zu einem Windpark mit dem Science-Fiction-erprobten Namen „Dune“, der aus insgesamt zwölf solchen Rädern besteht. Jedes bringt eine Nennleistung von 6,2 Megawatt ans Netz. Alle zusammen kommen somit auf 74,4 Megawatt. Die jährlich erzeugte Menge an Strom soll bis zu 313 Gigawattstunden betragen. Geht man davon aus, dass ein Mensch in Deutschland im Schnitt etwa 2 Megawattstunden pro Jahr verbraucht, könnte der Park in Akmene rund 156.000 Leute versorgen. Wenn man mal die Entfernung außen vor lässt.

Die zwölf Dune-Windräder waren Ende 2023 fertiggebaut. Insgesamt soll das Projekt etwa 35 Jahre laufen, heißt es von den Betreibern. Jetzt schon gibt es einen zweiten Windpark in einer Region unweit von Akmene. Und weitere sollen folgen. Wind ist in dieser Gegend ein stetiger Begleiter.

Was das alles mit Versicherungen zu tun hat? Eine Menge, denn der Park ist Bestandteil des Investmentfonds Blue Energy (ISIN: LU1675428244) von Pangaea Life, der Tochtergesellschaft der Bayerischen. Neben Windrädern enthält er auch Solar- und Wasserkraftwerke und neuerdings sogar einen Batteriespeicher im Norden Deutschlands (wie Pangaea-Chef Daniel Regensburger in unserem Podcast verriet).

Aquila Capital mit im Boot

Fürs Fondsmanagement haben sich die Münchner Hilfe aus dem Norden geholt, nämlich von der auf Sachwerte spezialisierten Investmentfirma Aquila Capital. Während der Blue Energy hauptsächlich Anlagen für erneuerbare Energien enthält, konzentriert sich sein Schwesterfonds, der Blue Living (LU2352586924) auf nachhaltige Immobilien. Beide tauchen im Doppelpack in Pangaea-Vorsorgeprodukten auf, zum Beispiel Rürup-Renten.

Die bisherigen Zahlen können sich sehen lassen. Der Energiefonds brachte seit seinem Start im Juni 2018 ein Gesamtplus von 55,2 Prozent (Stand: 31. Mai 2024). Aufs Jahr heruntergerechnet ergibt das etwa 7,6 Prozent Rendite. 507 Millionen Euro Anlegergeld liegen derzeit im Fonds. Der Immobilienfonds legte im Juni 2021 los und erwirtschaftete seitdem 6,1 Prozent pro Jahr. Er ist jetzt 1,2 Milliarden Euro schwer.

Seite 2: Schwankende Investments mal anders

Die Mischung soll Vorsorgesparern am Ende ein breites Portfolio aus Sachwerten vermitteln. Mieten sollen fließen und Einnahmen aus den Stromverkäufen, und die Objekte selbst sollen natürlich auch an Wert gewinnen. Ob das wirklich so eintritt, weiß natürlich niemand. Schließlich bringt jedes Investment eine gewisse Spannung mit sich. Unbestritten ist aber, dass Mieten und Strompreise zwei der wichtigsten Einflussgrößen für die Inflation sind. Damit dürften beide Fonds gut vor künftiger eben solcher Inflation schützen.

Zwischendecke mit Loch für den Fahrstuhl im Inneren des Windrads (Foto: Pfefferminzia)
Zwischendecke mit Loch für den Fahrstuhl im Inneren des Windrads (Foto: Pfefferminzia)

Um zurück zum Fahrstuhl zu kommen: An jenem Tag im Juni haben Pangaea und Aquila deutsche Journalisten eingeladen, sich so ein Windrad anzusehen. Das oben auf den Schaft gesetzte Häuschen mit der Radnabe ist größer, als es von unten aussieht (was auch nicht wirklich verwundert). Groß wie eine Zwei-Zimmer-Wohnung vielleicht. Es ist heiß dort, nicht nur, weil die Sonne direkt aufs Dach scheint. Der Generator gibt enorme Temperaturen von sich, und auch die zahlreichen Transformatoren sind nicht gerade kalt. Doch irgendjemand muss ja dem Strom die transportfähige Spannung verleihen.

Der wohl mulmigste Moment entsteht dann, wenn der Vestas-Mitarbeiter eine Luke im Boden öffnet. „Willst du das wirklich?“, vergewissert er sich vorher. Ja, ich will. „Dann musst du dich aber vorher sichern.“ Und er klickt den Haken in eine Öse an der Decke ein. Dann öffnet er das Loch und ich schaue direkt auf die Erde, die 150 Meter unter mir liegt. Aus einem trotz nur mäßigem Wind merklich schwankenden Stahlhäuschen. Wer frisch verliebt ist, spürt im Magen ein ähnliches Gefühl. Investmentschwankung mal anders.

Finger-Training für den Vestas-Mann

Und dann geht es noch nach oben hinaus, denn auch im Dach ist eine Luke. Aus der kann ich kilometerweit die Gegend bewundern. Ich sehe einige weitere Windräder, alle drehen sich, liefern Strom.

Blick vom Windrad auf ein benachbartes Windrad (Foto: Dunja Koelwel)
Blick vom Windrad auf ein benachbartes Windrad (Foto: Dunja Koelwel)

Auf dem Weg nach unten erzeugt der Fahrstuhl ein Geräusch, das an eine Kreissäge erinnert. Weil er ständig bremsen muss? Bremsen erzeugt schließlich Reibung. Der Vestas-Mann kann nicht sagen, woran es liegt. Zum Glück trägt er einen Gehörschutz, er muss heute noch acht weitere Gäste nach oben und unten fahren. Harte Zeiten für seine Finger, denn er muss ständig einen Hebel drücken. Sobald er loslässt, hält die Blechdose an. Sicherheit geht vor. Er drückt diesen Hebel an jenem Tag netto über zweieinhalb Stunden lang.

Ich bin wieder unten. Fester Boden fühlt sich plötzlich merkwürdig an, aber das ist ja nach fünf Minuten auf dem Trampolin nicht anders.

Als „Investments zum Anfassen“ gelten solche Sachwerte. Und das lässt sich ohne Zweifel so bestätigen. Anfassen kann man sie und man kann sogar in ihnen hochfahren. So offen der Anlageerfolg wie immer auch ist – Dune ist ein gutes Beispiel dafür, wohin Altersvorsorgegeld fließen kann. Und wie es die Energiewende finanzieren kann.

Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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