Niedrigzinsphase

Alte Leipziger senkt Überschussbeteiligung

Die Zinsflaute dauert schon einige Jahre an – und noch ist kein Ende in Sicht. Die Alte Leipziger sah sich nun gezwungen, die Verzinsung in den Lebensversicherungstarifen zu verringern.
© picture alliance/dpa
Das Gebäude der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main: Hier liegt das Zentrum der Niedrigzinspolitik.

Die Alte Leipziger Lebensversicherung hat entschieden, zum kommenden Jahr die Verzinsung in der Lebensversicherung zu senken.

Hier kommen die Zahlen:

In der Rentenversicherung „Al Rente Flex“ bietet der Versicherer künftig noch 2,35 Prozent laufende Verzinsung – zuvor waren es 2,60 Prozent. Die Gesamtverzinsung, die neben der laufenden Verzinsung auch Schlussüberschuss- und Sockelbeteiligungen umfasst, wird künftig bei 2,65 Prozent liegen, nach 3,10 Prozent in 2019. In der klassischen Rentenversicherung sieht er Versicherer ebenfalls Anpassungen vor: Ab dem kommenden Jahr wird es hier 2,25 Prozent laufende Verzinsung geben (2019: 2,50 Prozent). Die Gesamtverzinsung sinkt laut den Angaben von 2,90 Prozent auf 2,50 Prozent.

Dabei gilt: Die Anpassungen der Überschüsse haben keine Auswirkungen auf möglicherweise höhere Garantiezinsen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Trotz dieses Schrittes ist die Leipziger Leben mit dem Geschäftsjahr 2019 recht zufrieden. Für das Gesamtjahr erwartet die Gesellschaft, insbesondere durch die betriebliche Altersversorgung, ein gutes Neugeschäft und ein Beitragswachstum im Bestand. Ende 2019 wolle sie zudem noch eine neue Generation von Berufsunfähigkeitsversicherungen auf den Markt bringen. Die Risikoeinstufung werde dabei noch individueller, weil sie Veränderungen in der Arbeitswelt mit neuen Berufsbildern und weniger kontinuierlichen Erwerbsbiografien stärker berücksichtige, wie es heißt.

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Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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