Nach Run-off-Überlegungen

Ergo-Belegschaft kündigt massiven Widerstand an

Gleich mehrere deutsche Lebensversicherer überlegen zurzeit, wegen der Zinsflaute ihre Lebensversicherungsbestände zu verkaufen. Auch die Ergo hat solche Pläne angekündigt. Aber die Gewerkschaft kündigt nun Widerstand an.
© dpa/picture alliance
Die Ergo-Zentrale in Düsseldorf: Die Belegschaft befürwortet den Run-off-Plan ihres Arbeitgebers nicht und kündigt Widerstand an.

Die Ergo prüft gerade einen potenziellen Verkauf der Töchter Ergo Leben und Victoria. Der Belegschaft passt das anscheinend gar nicht.

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Laut Informationen des Handelsblatts hat sich der Betriebsrat der Ergo in Hamburg zu einer außerordentlichen Betriebsversammlung zusammengefunden, um über die Pläne zu diskutieren. 

Jahrzehntelange Finanzbeziehungen mit den Kunden dürften nicht „wie ein klappriger Gebrauchtwagen an Hedgefonds oder chinesische Investoren verramscht werden“, kritisierte der Vorsitzende der Neuen Assekuranz Gewerkschaft (NAG), Tobias Münster, gegenüber dem Handelsblatt.

Die NAG kündigte nun massiven Widerstand der Belegschaft an. Den Beschäftigten habe man beim „Wechsel in die neuen Organisationseinheiten der Leben Klassik einen Wachstumspfad innerhalb der Ergo versprochen“. Einen schnellen Verkauf sollte es nicht geben, führt Münster gegenüber dem Handelsblatt aus.

Käme es zum Verkauf, wäre das „starke Bekenntnis zur Leben Klassik innerhalb der Ergo“ nichts mehr wert.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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