Kommentar

Aktienanleger lassen sich zu oft von Emotionen leiten

Bei der Kapitalanlage, vor allem in Aktien, ist eine nüchterne Herangehensweise von klarem Vorteil. Das findet Jörg Wiechmann, Geschäftsführer des Itzehoer Aktien Clubs. Gier und Angst hingegen verhinderten, dass Anleger ihre Sparziele erreichten, schreibt Wiechmann in seinem Kommentar.
© IAC
Jörg Wiechmann ist Geschäftsführer des Itzehoer Aktien Clubs.

Von Januar 2019 bis Anfang August hatte der Deutsche Leitindex Dax eine Rendite von rund 15 Prozent geschafft. „Da freut sich der Anleger“, sagt Jörg Wiechmann, Geschäftsführer des Itzehoer Aktien Clubs (IAC). Umso erstaunter war er über die Reaktion eines Kunden: Dieser zog sein Geld ab und investierte es lieber an der US-Börse – denn diese habe in diesem Jahr schon 20 Prozent gewonnen.

Für Wiechmann ist dieses Verhalten typisch für Aktienanleger, die sich zu sehr und zu oft von Emotionen leiten lassen – sei es nun Gier oder Angst. Die einen behielten ihre vermeintlich sicheren Zinsanlagen, auch wenn diese im Nullzins-Umfeld schleichend schrumpften. Die anderen riskierten auf der Jagd nach Rendite zu viel.

„Neuer Markt, China-, Öl- und Goldminen-Aktien, zuletzt der Bitcoin: Anleger sind auf fahrende Züge aufgesprungen und haben sich der Gefahr ausgesetzt, in Kursblasen zu investieren. So ist es dann auch gekommen“, so Wiechmann, der ein bekennender Fan von Qualitätsaktien ist.

„Der dümmste Grund, eine Aktie zu kaufen, ist, weil sie steigt“, zitiert der IAC-Geschäftsführer die Investment-Legende Warren Buffett. Das gelte auch für Qualitätsaktien. Vielmehr sollte bei einer Anlage im Vordergrund stehen, dass sich Investoren an erstklassigen Weltkonzernen beteiligen und vom langfristigen Wachstum der Weltwirtschaft profitieren.

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