Klaus Müller

Habeck macht VZBV-Vorstand zum obersten Stromregulierer

Klaus Müller verlässt den Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) und wird als Wunschpersonalie von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) neuer Präsident der Bundesnetzagentur. Vielen Versicherungsvermittlern ist Müller vor allem für seine Forderung nach einem Provisionsverbot sowie der Abschaffung der Riester-Rente bekannt.
© picture alliance/dpa | Christophe Gateau
Klaus Müller, langjähriger Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands. Nach acht Jahren zieht es ihn zur Bundesnetzagentur.

Klaus Müller, langjähriger Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV), wechselt den Job. Müller wird künftig als Präsident der Bundesnetzagentur für die Regulierung des Strommarktes verantwortlich sein.

In der Versicherungs- und Vermittlerbranche ist Müller vor allem für sein Eintreten für ein Provisionsverbot und mit der Forderung nach einer Abschaffung der Riester-Rente immer wieder angeeckt. Zuletzt sprach sich Müller dafür aus, Riester-Bestände auf einen öffentlichen Vorsorge-Fonds zu übertragen (wir berichteten). Derartige Ideen wird Müller in seinem neuen Job nicht mehr verfolgen können.

Robert Habeck, der das Bundeswirtschaftsministerium leitet, das wiederum der Bundesnetzagentur übergeordnet ist, hat nun jedenfalls seine Wunschpersonalie erfolgreich besetzen können: „Klaus Müller ist ein überzeugter Befürworter der Energiewende, der den Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Netze mit großem Engagement und klarem Kurs forcieren wird“, lobte der Grünen-Minister am Mittwoch im „Handelsblatt“ den VZBV-Vorstand.

Am Donnerstag folgte dann die Bestätigung des Wechsels seitens der Verbraucherschutzorganisation. Er bedanke sich bei Müller für seine „außerordentlich erfolgreiche Arbeit“, erklärte Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW und Vorsitzender des Verwaltungsrats des VZBV, in einer Mitteilung. 

Müller habe „einen klaren verbraucherpolitischen Kurs“ gezeigt und mit seiner Arbeit viel für die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland erreicht, so Schuldzinski, der dabei die Musterfeststellungsklage hervorhob, mit der die Organisation für über 260.000 Geschädigte eine Summe von 750 Millionen Euro Schadenersatz erreicht habe.

Darüber hinaus habe Müller die Struktur des VZBV weiterentwickelt und hinterlasse „eine gut organisierte und moderne Organisation“. Müllers neue Aufgabe habe für die Zukunft der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland eine „kaum zu überschätzende Bedeutung“, hieß es weiter. Und: Der Verwaltungsrat des VZBV werde nun umgehend die Neubesetzung in die Wege leiten und ein Ausschreibungsverfahren initiieren.

Autor

Lorenz

Klein

Lorenz Klein gehörte dem Pfefferminzia-Team seit 2016 an, seit 2019 war er stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Im Oktober 2023 hat Klein das Unternehmen verlassen, um sich neuen Aufgaben in der Versicherungsbranche zu widmen.

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