Viele haben Pläne und Träume für ihren Ruhestand. Wenn es aber um die finanzielle Planung geht, ist man schnell überfordert. Professionelle Ruhestandsplanung wird aufgrund steigender Lebenserwartung immer wichtiger.
Um sorgenfrei in den Ruhestand zu blicken, braucht es professionelle Ruhestandsplanung. Damit Ihre Kundinnen und Kunden ihr bestes Leben leben können.
Lebensträume verwirklichen, finanzielle Sicherheit stärken: Mit unserer Ruhestandsplanung und hochwertigen Produkten unterstützen Sie Ihre Kundinnen und Kunden optimal – professionell, verlässlich, erfolgreich.
Theo Westarp zeigt im Video, wie man dank guter Beratung und kluger Ruhestandsplanung mehr finanziellen Spielraum für die schönen Dinge hat.
Pfefferminzia: Welche Besonderheiten gelten bei der Beratung der Altersgruppe 60plus?
Steffen Liebig: Die Ansprache für die Ruhestandsplanung sollte immer über die Liquidität erfolgen. Eine zentrale Frage lautet hier: Reichen die laufenden Einkünfte im Ruhestand tatsächlich, um die laufenden Ausgaben zu decken? Angespartes Kapital bedeutet nicht automatisch Liquidität, denn Kapital ist keine Rente und ersetzt auch keine Rentenzahlung. Daher ist der erste Schritt stets, dem Kunden klarzumachen, was der Ruhestand für ihn bedeutet. Welche Mittel werden benötigt, welche Absicherung auch für die Familie ist gewünscht? Das ist die Basis und daraus entsteht dann gemeinsam mit dem Kunden ein tragfähiger Finanzplan.
Warum sind viele Kunden erst mit 50 oder noch später bereit, sich mit dem Ruhestand auseinanderzusetzen?
Liebig: Weil viele Dinge klarer sind, wenn der Renteneintritt näher rückt. Oft sind die Kinder dann aus dem Haus, die wichtigsten Kredite sind abbezahlt, vielleicht wurde auch schon geerbt. Der Kunde ist dann gedanklich bereit, das Thema Ruhestandsplanung aktiv zu gestalten. Es ist dabei sehr wichtig, den Kunden an die Hand zu nehmen und zu verdeutlichen, dass das zu erwartende Kapital aus ablaufenden Lebens- und Rentenversicherungen nicht nur in den Konsum fließen sollte, sondern im Rahmen der Ruhestandsplanung verwendet werden sollte.
Ältere Versicherungsverträge laufen häufig nur bis zum Endalter 60, 63 oder 65. Was empfehlen Sie hier?
Liebig: Viele Verträge, die weit vor dem Alterseinkünftegesetz 2005 abgeschlossen wurden, waren Kapitallebensversicherungen mit Laufzeit bis zum 60. Lebensjahr. Die ursprüngliche Planung passt aber nicht mehr zur aktuellen Lebenssituation. Ich empfehle hier immer, mit dem Kunden zu reflektieren, warum er diesen Altvertrag abgeschlossen hat. Die ursprüngliche Intention war fast immer, die Rentenlücke mit einer lebenslangen Rente aufzufüllen. Die Frage ist dann: Wird dieses Ziel auch erreicht, wenn statt der Rente eine Kapitalauszahlung gewählt wird, die teils oder ganz in den Konsum fließt?
Der größte Teil ablaufender Versicherungen wird nicht verrentet. Ist das ein pauschaler Fehler im Rahmen der Ruhestandsplanung?
Liebig: Ich kenne die üblichen Vorurteile, die von der Presse und von Verbraucherschützern kolportiert werden, dass sich die Rente nicht lohnen würde. Im Stil von „Ich lebe niemals lang genug, um das eingezahlte Kapital zurückzubekommen“. Das ist falsch. Die Leibrente hat den Zweck, die Langlebigkeit abzusichern. Wir werden immer älter, die Medizin schreitet voran. Wir können nicht abschätzen, wie lange wir leben. Es ist sinnvoll, Rentenzahlungen in die Ruhestandsplanung zu integrieren und die benötigte laufende Liquidität über Rentenzahlungen abzusichern. Wir brauchen im Ruhestand genau so viel Rente wie dafür nötig, aber auch nicht mehr.
Gibt es einen psychologischen Faktor, der gegen die Verrentung spricht?
Liebig: Die Angst, Geld zu verlieren, weil man zu früh stirbt, ist tatsächlich ein psychologischer Faktor. Daher ist es so wichtig, dem Kunden den Unterschied zwischen einem Renditeprodukt und einem Absicherungsprodukt zu erklären. Bei einer Verrentung ist das Geld nicht verloren, wenn die Option Kapitalschutz gewählt wird. Ein Beispiel für den Worst Case: Der Kunde ist 65, und zahlt bei Standard Life 100.000 Euro ein. Er bekommt einmal 500 Rente und verstirbt im Monat darauf. Dafür gibt es den Kapitalschutz, zum Beispiel über zehn Jahre oder bei uns sogar bis zum 85. Lebensjahr. Dadurch wird das verbliebene Kapital im Todesfall an die Hinterbliebenen ausgezahlt.
Welche Rolle spielen ablaufende Versicherungen für einen gewünschten Vorruhestand?
Liebig: Das ist ein spannender Ansatz, die Frage ist: wann lohnt sich das? Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten erhalten Arbeitnehmer gut dotierte Angebote, in den Vorruhestand zu gehen. Andere möchten früher in die Rente, müssen aber Abschläge auf die gesetzliche Rente verkraften. Lässt sich dies durch ablaufende Lebensversicherungsverträge ausgleichen? Dazu sind Berater für die bestmögliche Ausgestaltung gefragt. Es gibt sehr praktikable und flexible Modelle mit Teilverrentungen, Anschlussprodukten und temporären Auszahlplänen, um einige Jahre zu überbrücken, bis das Regeleintrittsalter erreicht ist. Auch das ist Teil einer umfassenden Ruhestandsplanung.
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