Die Europäische Aktuarvereinigung (AAE – Actuarial Associaton of Europe) hat den langjährigen Vorstand der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV), Frank Schiller, in den Vorstand gewählt.
Anlässlich seiner Wahl auf der Generalversammlung der AAE am 7. Oktober 2022 schwor Schiller die Branche auf unruhige Zeiten ein. „Die Versicherungswirtschaft steht aktuell vor Herausforderungen wie nie zuvor“, wird er in einer Mitteilung der DAV zitiert. Im Angesicht des komplexen Umfelds müsse ein großes Augenmerk auf das Risikomanagement gelegt werden, betonte Schiller. Nur so könne das Geschäftsmodell nachhaltig gesichert und die gesellschaftlichen Aufgaben der Versicherungswirtschaft erfüllt werden.
Weiter erklärte der neue AAE-Vorstand, dass die Klimakrise sowohl die Aktuarinnen und Aktuare als auch das gesamte Versicherungswesen massiv betreffe. Sie könnten aber in den kommenden Jahren einen „wesentlichen Beitrag“ leisten, um die damit verbundenen Risiken nachhaltig zu managen, so Schiller.
Zudem unterstrich er die Bedeutung des Austausches mit Experten in Bezug auf das aktuell stattfindende Solvency II Review. So sei auf dem Gebiet des Risikomanagements mit einer europaweiten Regulierung durch Solvency II die enge Zusammenarbeit mit der Actuarial Association of Europe (AAE) entscheidend.
Schiller war nach seinem Einstieg in die Versicherungswirtschaft im Jahr 2001 zunächst bei Ergo Direkt tätig, später beim Rückversicherer Munich Re. Von 2011 bis 2015 arbeitete Schiller als Chief Risk Officer bei Swiss Life, zuerst für den schweizerischen Markt und ab 2013 als Mitglied der Geschäftsleitung für den deutschen Markt. Seit Juli 2015 ist Schiller Leiter Daten, Aktuariat, Pricing und Risk für die Lebens- und Krankenrückversicherung bei Munich Re für die Märkte Europa und Mittlerer Osten.
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