GDV-Schätzung

Ein Viertel der Riester-Kosten geht für Bürokratie drauf

Die deutschen Versicherer drängen darauf, die staatliche Verwaltung der staatlichen Zulagen für Riester-Verträge zu vereinfachen. Bislang entfalle ein Viertel aller Riester-Kosten laut Schätzung des Branchenverbands GDV auf die „staatliche Verwaltung mit 1.000 Mitarbeitern“.
© GDV
GDV-Chef Alexander Erdland.

Die Zeitungen der Funke Mediengruppe zitieren aus einer Kalkulation des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zu den Kosten von Riester-Produkten. Danach werde jeder vierte Euro für die staatliche Verwaltung mit 1.000 Mitarbeitern ausgegeben, die Veränderungen in den Einkommensverhältnissen der Kunden kontrollieren.

„Das sei unnötig“, zitiert das Medienhaus aus einem Gespräch mit GDV-Präsident Alexander Erdland. Er verspricht, auf die Kritik an der Intransparenz und den hohen Provisionen der Riester-Produkte reagieren zu wollen.

Provisionen sollen sinken

„Dass die Provisionen beim Abschluss von Lebensversicherungen sinken, daran arbeiten wir gerade“, so Erdland. Die einmalig einkalkulierten Abschlusskosten seien bereits um 40 Prozent gesenkt, die Regelungen zur Überschussbeteiligung verbessert worden.

Auch wolle man Verwaltungskosten senken und für mehr Transparenz sorgen. Der Präsident des Branchenverbands schränkt das Engagement der Versicherer aber auf den vorgegebenen Rechtsrahmen ein: „Generell muss die Politik vorgeben, wie sie die Riester-Rente reformieren will.“

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