Früher gingen sie leer aus

80.000 Menschen erhalten zusätzliche Leistungen durch Pflegereform

Dank der Pflegereform können seit Anfang des Jahres 80.000 mehr Menschen Pflegeleistungen beziehen. „Das neue Gesetz wirkt“, sagt der Geschäftsführer des Medizinischen Diensts des Kassen-Spitzenverbands, Peter Pick. Woran es noch hapert, lesen Sie hier.
© dpa/picture alliance
Eine Pflegerin kümmert sich um eine Rentnerin: Die erste Bilanz zur Pflegereform wirft ein gutes Licht auf das neue Gesetz.

Zum Jahresbeginn 2017 trat sie in Kraft: die Pflegereform (wir berichteten). Seither hat sie dafür gesorgt, dass rund 80.000 Menschen, die sonst leer ausgegangen wären, nun Pflegeleistungen erhalten können. Bis zum Jahresende werden es wohl 200.000 sein. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung auf Grundlage von Berechnungen des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK).

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Demnach haben insgesamt rund 129.000 Menschen seit dem Inkrafttreten des Gesetzes Pflegeleistungen erhalten. Diese haben dem Bericht zufolge auch zum Teil bereits von der neuen Gesetzgebung profitiert – beispielsweise von der Neuerung, dass Beeinträchtigungen von Wahrnehmung und Erinnerung etwa bei Demenz nun besser berücksichtigt werden.

Laut Aussagen von MDK-Geschäftsführer Peter Pick gegenüber der Zeitung haben Gutachter des MDK bisher rund 222.000 Menschen nach dem neuen System begutachtet. Knapp 84 Prozent sei ein Pflegegrad zuerkannt worden. Zuvor lag diese Quote bei rund 75 Prozent. In knapp 57.000 Fällen seit Jahresbeginn seien bereits Pflegebedürftige höhergestuft worden, berichtet die Zeitung weiter.

Anträge auf Pflegeleitungen stark angestiegen

Insgesamt seien die Anträge auf Pflegeleitungen stark angestiegen, so Pick. Für ihn ein klarer Beweis dafür, dass das Gesetz wirkt.

Aber: „Wer heute einen Pflegeantrag stellt, muss mit einer Bearbeitungszeit von vier bis acht Wochen rechnen“, so Pick. Vor der Gesetzesänderung gab es eine 25-Tages-Frist. Nun kommt aber mehr Arbeit auf die Gutachter zu – um das zu schultern, wurde die Frist für die Zeit bis 2018 verlängert. In dringenden Fällen gilt aber bereits jetzt eine Ein-Wochen-Frist.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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