Folgen eines harten Brexit

Wie Unternehmen ihren Versicherungsschutz nicht verlieren

Großbritannien möchte aus der Europäischen Union austreten. Dieser Brexit könnte auch Folgen für deutsche Firmen haben, die englische Anbieter zur Deckung ihrer Versicherungsrisiken nutzen. Darauf weist der Versicherungsmakler Aon Risk Solutions nun hin.
© dpa/picture alliance
Noch weht Union Jack, die Flagge Groß Britanniens, vor dem Europäischen Parlament in Straßburg.

Wenn in etwa einem Jahr die Briten die Europäische Union (EU) verlassen, kommen auch auf die Versicherungsbranche Veränderungen zu. Deutsche Unternehmen, die englische Anbieter zur Deckung ihrer Versicherungsrisiken nutzen, müssen sich darauf vorbereiten. Denn wird der Brexit ohne neue, verbindliche wirtschaftliche Vereinbarungen zwischen Großbritannien und der EU vollzogen, dürfen weder britische Versicherer in der EU agieren, noch umgekehrt. Darauf weist der Versicherungsmakler Aon Risk Solutions hin.

„Die Zeit drängt: Mit Blick auf die Verlängerung ihrer Versicherungsverträge 2018/2019 müssen Unternehmen jetzt die richtige Absicherungsstrategie festlegen“, sagt Bernd Einmold, Experte für internationale Versicherungsprogramme bei Aon Risk Solutions.

Besonders Unternehmen, die sich über Europa-Policen oder Freedom-of-Services-Policen versichert haben, wären laut Einmold von einem harten Brexit betroffen. Diese Policen bieten für alle Unternehmen eines internationalen Konzerns innerhalb der EU einheitlichen Versicherungsschutz durch einen einzigen Erstversicherungsvertrag. „Wenn diese Möglichkeiten wegfallen, muss für UK-Risiken eine Lokalpolice abgeschlossen werden. Sonst steht das Unternehmen dort ohne Versicherungsschutz da“, so Einmold.

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Autorin

Manila Klafack war bis März 2024 Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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