Fit für die Rente

5 Tipps für mehr Geld im Ruhestand

Für die Generation 50plus ist die Rente schon in Sichtweite. Zeit, einen genauen Blick auf die eigene Vermögenslage zu werfen. Noch lassen sich mögliche finanzielle Löcher rechtzeitig stopfen.
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Finanzplanung in der Mitte des Lebens? 50 sei „der perfekte Zeitpunkt für einen großen Kassensturz“, rät Expertin Ellen Ehrlich, Inhaberin der Hamburger EEC-Vermögensplanung. Die Besitztümer seien dann kalkuliert, und es bleibe noch genügend Zeit, Lücken zu schließen. Manager-magazin.de hat fünf Tipps für einen auskömmlichen Ruhestand zusammengetragen.

1. Ehrlich Bilanz ziehen

Jeder Planung geht eine Bestandsaufnahme voran. Einnahmen und Ausgaben gilt es aufzuschreiben. Dazu gehören alle Aktien, Fonds und Anleihen sowie Versicherungen oder Sparverträge und Ansprüche aus gesetzlichen, betrieblichen oder privaten Rentenversicherungen. Alles sollte erfasst werden. Wichtig ist es, Fristen zu notieren, wann Lebensversicherungen fällig werden oder Hypotheken getilgt sind. Zur Erhebung gehört auch die Kostenseite. Kontoauszüge der vergangenen Jahre können hier helfen. Martin Schweiger vom Finanzberater Plansecur rät, Ausgaben großzügig zu kalkulieren und Kostensteigerungen durch Inflation einzubeziehen. Insbesondere Krankenversicherungsbeiträge lägen im Alter meist zu.

2. Einnahmen erhöhen

Reicht das Geld am Ende der Berufstätigkeit nicht aus, könne es sich lohnen, noch eine steuerbegünstigte Rürup-Rente abzuschließen. Da 50-Jährige meist noch mehr als zehn Jahre arbeiten, können Wertpapiere weiteres Kapital für die Zusatzrente bilden. Auch Sparpläne seinen lang und flexibel genug, um Marktschwankungen für das Portfolio zu nutzen, sagt Bankerin Sonja-Verena Müller vom Bankhaus August Lenz. „Schließlich müsse ja nicht die Gesamtsumme pünktlich zum Rentenbeginn aufs Girokonto überwiesen werden.“

3. Vermögen ordnen

Immer sollten Zuflüsse aus Lebensversicherungen oder Erbschaften genutzt werden, um Schulden zu tilgen. Spätestens zum Renteneintritt müssen alle Immobilien abbezahlt sein – schon, weil nach Ende der Berufstätigkeit kaum noch Steuervorteile greifen. Auch im Alter gibt es noch unterschiedliche Anlageziele und – zeiträume, die unterschiedliche Investments erfordern. Vorhandene renditestarke Anlagen sollten deshalb nach der Erwerbsphase keinesfalls – wie gern empfohlen – in vermeintlich sichere Rentenwerte umgeschichtet werden. Zum einen verschenkt man damit unnötig Rendite. Zum andern drohen Verluste, wenn es in den nächsten Jahren doch zur Zinswende kommt.

4. Wachstum erzeugen

Geld muss arbeiten. Doch Rendite ohne Risiko gibt es in der Nullzinsära nicht mehr. Michael Huber vom Vermögenszentrum Frankfurt empfiehlt, das Geld in einen Verbrauchs- und einen Wachstumsteil zu splitten. Ein Drittel könne über zehn Jahre verbraucht und dazu sicher geparkt werden, für den Rest gilt die Frage, wie risikobereit der Anleger ist. Für Vorsichtige taugen Mischfonds, die je nach Marktlage, Aktien und Rentenwerte unterschiedlich gewichten, Mutigere mischen gezielt Aktienfonds und Anleihepakete.

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5. Risiken absichern

Zwei große Risiken gilt es für das Alter zu finanzieren. Einmal das Pflegerisiko, für das sich eine private Pflegerentenversicherung empfiehlt sowie das Finanzrisiko der Langlebigkeit. Wer gesund lebt und keine frühen Todesfälle in der Familie hat, sollte Modelle wie eine vorgeschobene Leibrente prüfen. Doch solche Policen sind keine Renditealternative. Sie sollten lediglich verhindern, dass am Ende das Geld ausgeht.

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