Drei Faktoren entlasten

Gesetzliche Renten sollen 2023 spürbar steigen

Inflation, Corona und Einwanderer sorgen dafür, dass sich die Lage bei der gesetzlichen Rente entspannt. Das sollen die Rentner im kommenden Jahr merken – ihre Bezüge sollen deutlich steigen.
Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD): „Mit einer spürbaren Rentenerhöhung rechnen“
© picture alliance / Flashpic | Jens Krick
Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD): „Mit einer spürbaren Rentenerhöhung rechnen“

Auch im kommenden Sommer sollen Rentner in Deutschland mehr Geld bekommen. Wie aus dem aktuellen Rentenversicherungsbericht hervorgeht, sollen die Renten im ehemaligen Westdeutschland zum 1. Juli 2023 um 3,5 Prozent steigen. In der früheren DDR sollen es 4,2 Prozent sein.

Das berichtet die „Bild am Sonntag“. Sie zitiert Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) wie folgt: „Nach den jetzt vorliegenden Daten können die Rentnerinnen und Rentner im Sommer erneut mit einer spürbaren Rentenerhöhung rechnen.“ Im laufenden Jahr ging es übrigens für Rentner im Westen um 5,35 Prozent und im Osten gar um 6,12 Prozent hinauf.

In dem aktuellen Bericht geht es auch um den Beitragssatz zur gesetzlichen Rente. Der soll bis 2026 bei 18,6 Prozent stabil bleiben. Länger als bisher erwartet. Im Jahr darauf soll er auf 19,3 Prozent und bis 2030 auf 20,2 Prozent steigen. Die Renten wiederum ziehen bis 2036 wohl um insgesamt 43 Prozent an. Das wären rund 2,6 Prozent pro Jahr im Durchschnitt. Derzeit liegt das Rentenniveau bei 48,1 Prozent. Bis 2024 soll es dort auch ungefähr bleiben.

Der für den Bericht mit verantwortliche Schätzerkreis der Rentenversicherung hat mehrere Gründe ausgemacht, warum sich die Situation derzeit entspannt:

  • Durch die hohe Inflation steigen Löhne stärker (in diesem Jahr wohl um 4,5 Prozent) und damit auch nominal die Rentenbeiträge
  • Wegen der Corona-Pandemie sind überdurchschnittlich viele Rentner gestorben, was die Ausgaben der Rentenkasse senkt
  • Zuwanderer aus dem Ausland werden zu Beitragszahlern

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Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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