Disq hat getestet

Nur zwei Anbieter von Immobilienrenten leisten guten Service

Menschen mit Haus und Hof können diese auch dazu benutzen, sich eine Rente auszahlen zu lassen. Die Anbieter solcher Immobilienrenten hat das Analysehaus Disq jetzt getestet. Mit durchwachsenem Ergebnis.
Mann vor Eigenheim: Man kann eigene Immobilien verrenten lassen
© picture alliance / Wolfram Steinberg
Mann vor Eigenheim: Man kann eigene Immobilien verrenten lassen

Das Deutsche Institut für Service-Qualität (Disq) hat sich zehn Anbieter von sogenannten Immobilienrenten angesehen und sie bewertet. Das Ergebnis ernüchtert: Nur zwei erreichten das Urteil „gut“. Sechs schnitten „befriedigend“ ab, und die übrigen landeten nur bei einem „ausreichend“. Hier sind schon mal die Top 3 (die Gesamtergebnisse gibt es weiter unten):

  1. DEGIV (74,5 Punkte, gut)
  2. Meine Wohnrente (70,1 Punkte, gut)
  3. Immo Rente (68,3 Punkte, befriedigend)

Bei Immobilienrenten geht es darum, dass Haus- oder Wohnungseigentümer ihr Objekt an einen Investor verkaufen, aber trotzdem drin wohnen bleiben dürfen. Möglich machen das eingetragene Nießbrauchs- oder Wohnrechte. Im Gegenzug zahlen die Investoren eine lebenslange monatliche Rente an die Verkäufer.

Und weil das alles laut Disq keine ganz einfache Materie ist, müssen die Anbieter solcher Immobilienverrentungen den Interessenten über vernünftigen Service weiterhelfen. Doch offenbar ist das nicht die Regel.

Bei den getesteten Service-Kanälen Internet, Hotline und E-Mail machten die Unternehmen am Telefon noch die beste Figur. Die Auskünfte waren durchweg korrekt und meistens auch verständlich. Freundlich und motiviert wirkten die Mitarbeiter außerdem. Allerdings hätten einige laut Disq den Kundenbedarf besser erfragen und besser auf die Interessenten eingehen können.

Größere Unterschiede hingegen im Netz. Zwar sind die Inhalte dort bedienungsfreundlich und verständlich. Und manche Anbieter punkten mit Beispielrechnungen, Transparenz bei den Kosten und Ratgebern. Auf anderen Internet-Seiten waren die Informationen hingegen spärlich. Den größten Fehlpass leisteten sich die Getesteten jedoch bei E-Mail-Anfragen. Auf 30 Prozent gab es gar nicht erst eine Antwort. Und wenn mal eine kam, war jede zweite davon unvollständig. Hier sind die Ergebnisse aus Teil- und Gesamtwertung:

Anbieter von Immobilienverrentung im Test von Disq
Anbieter von Immobilienverrentung im Test von Disq (Quelle: Deutsches Institut für Service-Qualität)

Zum Test: Disq führte je fünf Informations- und Beratungsgespräche am Telefon durch und stellte zehn E-Mail-Anfragen. Zudem analysierten die Tester den Online-Service. Insgesamt flossen 260 Service-Kontakte mit den Unternehmen in die Wertung ein.

Mehr zum Thema

Junge Familien mit ETF-Vorsorge gezielt begeistern

Mit ALfondsyoung bieten Sie einen modernen ETF-basierten Vorsorgeansatz, der sich flexibel an die Lebensphasen junger…

AfW freut sich übers Ende des ewigen Widerrufsrechts

Der Gesetzgeber hat das Verfahren für das „Gesetz der Änderung des Verbrauchervertrags- und der Versicherungsvertragsrechts…

„Das Bild vom Dachdecker, der vom Gerüst fällt, ist überholt“

Hinweis: Dieses Interview haben wir freundlicherweise zur Verfügung gestellt bekommen. Herr Bierl, Sie haben mehr…

Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

Teilen:
Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Pfefferminzia