Private Altersvorsorgeplanung

Jeder Zweite will mit 65 Jahren in Rente gehen

Obwohl das gesetzliche Renteneintrittsalter stückweise angehoben wird, hängen viele Menschen noch immer an der früheren Grenze von 65 Jahren. Wie das DIA gemeinsam mit dem Portal finanzen.de analysierte, richten sie ihre private Altersvorsorgeplanung an diesem Alter aus.
Arbeiten im Alter
© picture alliance / Panama Pictures | Dwi Anoraganingrum
Arbeiten im Alter? Wohl kaum: Jeder Zweite möchte mit 65 Jahren in den Ruhestand gehen.

Für viele Bundesbürger sind 65 Jahre nach wie vor das Wunschalter für den Beginn der Rente. Dementsprechend sehen auch die privaten Planungen aus, wie die Auswertung umfangreicher Datensätze des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) und das Internet-Portal finanzen.de zeigen.

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Während 65 Jahre für 51 Prozent der Menschen das gewünschte Alter sind, würden rund 11 Prozent mit 60 Jahren in Rente gehen und etwa 9 Prozent mit 67 Jahren. Knapp 5 Prozent nennen sogar 70 Jahre als Übergang ins Rentnerdasein.

„Offenkundig ist die frühere Regelaltersgrenze noch so im Denken verankert beziehungsweise wird noch so heftig zurückgesehnt, dass die Hälfte derer, die sich nach einer privaten Altersvorsorge erkundigen, dieses Alter präferiert“, erklärt DIA-Sprecher Klaus Morgenstern. Es gibt kein anderes Alter, das auch nur annähernd eine solch große Zustimmung findet wie 65, obwohl die Anhebung des gesetzlichen Rentenalters bereits seit dem Jahr 2012 läuft.

Wunschrentenbeginn liegt vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter

Alles in allem wünscht sich eine deutliche Mehrheit einen Rentenbeginn, der vor der Regelaltersrente liegt. „Das korrespondiert auch mit den Erfahrungen der gesetzlichen Rentenversicherung, die einen zunehmenden Anteil von früheren Renteneintritten unter Inkaufnahme von Rentenabschlägen beobachtet“, fügt Morgenstern hinzu. Eine ergänzende private Versicherung könnte bei einem Rentenbeginn vor dem gesetzlichen Rentenalter die Abschläge ausgleichen.

Für das DIA-Dossier „Online-Recherchen zur Altersvorsorge – Wer plant was und vor allem wann?“ standen 155.000 Datensätze in anonymisierter Form zur Verfügung. Sie stammen aus den Jahren 2019 bis 2021.

Autorin

Manila Klafack war bis März 2024 Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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