Der weitere Verzicht auf den Nachholfaktor in der Rentenformel ist nicht generationengerecht. Die jüngeren würden dadurch mehr belastet als die älteren Generationen. Das gibt FDP-Parteichef Christian Lindner in einem Interview mit der „Rheinischen Post“ (kostenpflichtig) an.
Im Zuge der Finanzkrise im Jahr 2008 hatte die Bundesregierung diesen Nachholfaktor als Ausgleich zur Rentengarantie eingeführt. Er sollte dafür sorgen, dass nach der Finanzkrise die Rentensteigerungen nur halb so hoch ausfallen, wie die Löhne und Gehälter steigen. 2018 wurde dieser Faktor bis zum Jahr 2025 ausgesetzt. Kanzlerin Angela Merkel hatte zuletzt angegeben, sie sehe keinen Grund, den Nachholfaktor aktuell wieder einzusetzen (wir berichteten).
Die Rentenpolitik in Deutschland müsse „für alle Generationen fair sein“, erklärt Lindner im Gespräch mit der Rheinischen Post weiter. Rentenerhöhungen müssten sich über die Jahre „an dem orientieren, was es an Gehaltssteigerung gegeben hat“.
In dem Gespräch äußert sich Lindner auch zur privaten Vorsorge. Er schlägt vor, das Aktiensparen zu stärken. Wer ein Wertpapier fünf Jahre halte, müsste es steuerfrei verkaufen dürfen, so Lindner.
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