Altersarmut ist ein stetig wachsendes Problem hierzulande. Für immer mehr Rentner ist die Grundsicherung – umgangssprachlich auch als Senioren-Hartz-IV bekannt – der letzte Ausweg. Für die Bild-Zeitung hat das Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) untersucht, in welchen Städten und Regionen Deutschlands die Grundsicherungsquote am höchsten ausfällt.
Der Untersuchung zufolge liegt die bayerische Stadt Ansbach ganz vorn. Insgesamt beziehen 1.184 der dort lebenden 8.637 Senioren Grundsicherung. Das ist eine Quote von 14,7 Prozent. Zum Vergleich: Der bundesweite Durchschnitt liegt laut der Studie bei 3,23 Prozent. Die Stadt begründet den hohen Wert gegenüber der Bild-Zeitung mit einer gut ausgebauten Betreuung der Senioren, die dadurch die Hemmschwelle verlören, Grundsicherung im Alter zu beantragen.
Auf dem zweiten Platz liegt Offenbach (Hessen) mit einer Quote von 9,6 Prozent, dicht gefolgt von Frankfurt am Main (9,46 Prozent). Aber auch in Hamburg (8,48 Prozent), Düsseldorf (8,29 Prozent) und Köln (8,19 Prozent) ist die Grundsicherungsquote laut der Untersuchung vergleichsweite hoch.
Ostdeutschland hingegen schneidet besonders gut ab: Wie die Bild-Zeitung weiter berichtet, weist der Erzgebirgskreis (Sachsen) mit 0,53 Prozent die deutschlandweit niedrigste Quote auf, gefolgt vom thüringischen Greiz (0,58 Prozent) und dem Saale-Holzland-Kreis in Thüringen (0,60 Prozent).
Aber wie hoch fällt eine solche Grundsicherung im Alter eigentlich aus? Auch das hat das BIAJ für die Zeitung untersucht. Das Ergebnis: Im Schnitt bekommen betroffene Senioren etwa 460 Euro monatlich vom Amt. Beantragen lässt sich der Notgroschen dann, wenn ein Rentner weniger als 828 Euro im Monat zur Verfügung hat.
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