„Werden normalerweise nicht gelesen“

Eiopa fordert bessere Verbraucherinformationen zur Altersvorsorge

Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa wünscht sich sinnvollere Informationen für Verbraucher zum Thema Altersvorsorge. „Sie sind immer noch zu kompliziert, umfangreich und werden normalerweise nicht von Verbrauchern gelesen“, erklärte Eiopa-Präsident Gabriel Bernardino. Zudem forderte er Reformen, um den Altersvorsorgemarkt künftig besser überwachen zu können.
© picture alliance / ANP | Armando Babani
Ist Präsiden der europäischen Versicherungsaufsicht Eiopa: Gabriel Bernardino.

Die europäische Versicherungsaufsichtsbehörde Eiopa feiert ihr zehnjähriges Bestehen. Für Präsident Gabriel Bernardino ist dies aber kein Anlass, um nur zurückzublicken – vielmehr fordert er Reformen für die Zukunft, um auch weiterhin den Altersvorsorgemarkt kontrollieren zu können. „Wir brauchen ein Gefühl von Dringlichkeit, um zu einem echten Paradigmenwechsel zu gelangen“, zitiert ihn die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ).

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Vier Punkte seien ihm dabei besonders wichtig, schreibt die Zeitung: digital zu verwertende Transparenzanforderungen, die Absicherung von Pensionsberechtigten, die nachhaltige Kapitalanlage der Beiträge und die Möglichkeiten grenzüberschreitender Geschäfte.

Verbraucherinformationen „immer noch zu kompliziert“

Außerdem, so Bernardino, müssten auch Verbraucherinformationen zweckmäßiger gestaltet werden. Diese seien „immer noch zu kompliziert, umfangreich und werden normalerweise nicht von Verbrauchern gelesen“, zitiert ihn die FAZ weiter. In der Zukunft sollte hier zwischen zwischen Daten, die für die Aufsicht wichtig seien, und solchen, die für die Verbraucher bestimmt seien, unterschieden werden, so der Eiopa-Chef. Erkenntnisse aus der Verhaltensökonomik könnten sich hier als nützlich erweisen.

Neben der Vorstellung zukünftiger Vorhaben hatte Bernardino auf der Jubiläumsveranstaltung in Frankfurt für seine Behörde aber auch Lob für bereits Erreichtes übrig, wie die Zeitung berichtet: Unter anderem habe er hervorgehoben, dass es ohne Eiopa wohl kaum gelungen wäre, die tiefgreifende Aufsichtsreform Solvency II für Versicherer durchzusetzen. Außerdem sei die Entwicklung des Pan-European Personal Pension Product (PEPP) eine angemessene Antwort auf die anhaltende Zinsflaute. Zudem arbeite die Eiopa bereits seit einigen Jahren an einem Plan für eine nachhaltige Kapitalanlage im Sinne der ESG-Kriterien (Ökologie, Soziales, gute Unternehmensführung).

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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