Content-Marketing klingt jung, hip und modern. Dabei ist Content-Marketing über 120 Jahre alt. Erfunden haben es (angeblich) Andre und Edouard Michelin, die Gründer des großen Reifenproduzenten. Mit ihrem Michelin-Guide bewerteten sie Restaurants in ganz Frankreich.
Das Ziel: Die Franzosen sollten mehr Autofahren. Das Ergebnis: Die Franzosen fuhren mehr Autos und kauften damit mehr Reifen. Welchen Anteil daran ihr Michelin-Guide hat, lässt sich heute nur schwer beziffern. Ganz unschuldig dürften sie jedenfalls nicht gewesen sein.
Die Anekdote zeigt: Content-Marketing wirkt – und das bereits vor 120 Jahren. Noch besser funktioniert sie heute im digitalen Zeitalter. Niemand mag Werbung, schon gar keine nervigen Banner oder Pop-ups auf Webseiten. Allerdings möchten sich Kundinnen und Kunden heute vorab viel mehr informieren.
Content-Marketing stellt informierende Beiträge einer bestimmten Zielgruppe zur Verfügung. Die müssen – wie das Beispiel Michelin Guide zeigt – nicht unbedingt etwas mit der Kerndienstleistung zu tun haben. Content-Marketing ist aber sehr gut geeignet, die eigene fachliche Expertise zur Schau zur stellen. Werbung ist das Versprechen, Content-Marketing die Gewissheit für die Kunden, an der richtigen Adresse zu sein.
Die erste Frage, die es zu beantworten gilt, ist die Frage nach den Adressaten. Hierfür braucht es also vorher eine oder mehrere klar abgrenzbare Zielgruppen. Je besser ich meine Zielgruppe(n) kenne, desto genauer kenne ich deren Lebenswirklichkeit, ihre Bedürfnisse, Sorgen und Wünsche.
Die zweite Frage ist nach innen gerichtet. Hier geht es um mich, mein Unternehmen und die Ziele. Content-Marketing ist ebenfalls Werbung. Um deren Erfolg zu messen, muss ich mir genauso überlegen, was eigentlich meine Ziele damit sind. Nur dann kann ich Erfolg von Misserfolg unterscheiden und mich weiterentwickeln.
Im dritten Schritt erst spielen Kanäle und konkrete Inhalte eine Rolle. Aufbauend auf die vorigen Antworten kann ich mir einen Redaktionsplan erstellen. Dabei gibt es kein pauschales „richtig“ oder „falsch“. Entscheidend ist, dass es von der Zielgruppe rezipiert wird. Hier ist es durchaus sinnvoll, externe Unterstützung einzukaufen.
Im letzten Schritt soll die Umsetzung vorbereitet werden. Dafür lohnt zunächst wieder ein Blick zurück. Unter Umständen machen wir schon viele richtige Dinge. Die können natürlich weiterlaufen. Gibt es Aktivitäten, die, nach Würdigung der ersten drei Schritte nicht mehr sinnvoll sind? Dann weg damit! Nicht alles kann oder muss ich selbst machen. Gibt es Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter, die das besser können? Oder braucht es womöglich Unterstützung durch externe Kräfte wie eine Agentur, Ghostwriter, Layouter, Videograf usw.?
Wer strategisch an das Thema Content-Marketing herangeht, wird sich definitiv vom grauen Meer der 200.000 Vermittlerinnen und Vermittler abheben und vor allem in der jungen Zielgruppe Potenziale heben.
Content-Marketing ist ein Marathon, kein Sprint. Wirklich erfolgreich werde ich damit nur auf der Langstrecke. So wie sich Sportlerinnen und Sportler planvoll auf den Marathon bei Olympia vorbereiten, sollten sie sich auf ihr Content-Marketing vorbereiten. Unsere Fragen helfen dabei.
Stephan Busch und Tom Wonneberger sind Versicherungsmakler und Inhaber der Progress Finanzplaner aus Dresden https://www.progress-dresden.de
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