Versicherungsombudsmann meldet

Zahl der Versicherungsstreitfälle sinkt 2022

Der Versicherungsombudsmann Wilhelm Schluckebier hatte im Jahr 2022 deutlich weniger Beschwerdefälle auf dem Tisch als noch im Jahr davor. Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) zeigt sich von der Nachricht entzückt.
Versicherungs-Ombudsmann Wilhelm Schluckebier
© Dietmar Gust
Versicherungsombudsmann Wilhelm Schluckebier

Die für Streit mit Versicherern und Vermittlern verantwortliche Verbraucherschlichtungsstelle Versicherungsombudsmann meldet Zahlen für das Jahr 2022. Und offenbar war es zumindest ein etwas ruhigeres Jahr als das davor. Demnach verzeichnete der Ombudsmann Wilhelm Schluckebier 15.907 Beschwerden, die sich auf die Versicherungsbranche bezogen. Im Vorjahr waren es noch 18.344.

Von den 15.907 Fällen wies Schluckebier 3.212 als unzulässig ab. Von den restlichen richteten sich 11.916 „als zulässig beendete Fälle“ gegen Versicherer und 331 gegen Versicherungsvermittler. Auch diese Zahlen lagen ein Jahr zuvor mit 13.172 und 560 deutlich höher. Die Differenzen ergeben sich daraus, dass manche Fälle noch nicht abgeschlossen sind.

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Letztere Zahl freut insbesondere den Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK). Dessen Präsident Michael H. Heinz meint: „Bezogen auf Millionen vermittelter Versicherungsverträge liegt die Beschwerdequote im verschwindend geringen Promillebereich und dokumentiert eindrucksvoll, dass wir kundenorientiert, fair und ehrbar unseren Beruf ausüben und unseren sozialpolitischen Auftrag der Absicherung erfüllen.“ Im Übrigen könne er vor diesem Hintergrund die Diskussion um ein mögliches Provisionsverbot nicht nachvollziehen.

Weitere Details zeigt der Bericht des Ombudsmanns in Bezug auf die Versicherungskategorien. Hier sind die fünf mit den meisten Beschwerden:

  1. Lebensversicherung (3.963)
  2. Rechtsschutzversicherung (3.566)
  3. Gebäudeversicherung (2.285)
  4. KFZ-Kaskoversicherung (1.559)
  5. KFZ-Haftpflichtversicherung (1.428)

Speziell bei den Beschwerden gegen Vermittler liegt die Gebäudeversicherung mit 232 Fällen vorn. Offenbar gab es dort den (relativ) größten Klärungsbedarf.

Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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