Versicherer warnt

Corona-Krise ruft immer mehr Betrüger auf den Plan

Trickbetrüger nutzen derzeit verstärkt die Unsicherheit der Menschen rund um die Corona-Pandemie aus, um Geld zu ergaunern. Und sind damit oft erfolgreich, warnt die R+V Versicherung. Betroffene können in der Regel nicht auf eine Entschädigung hoffen, so der Versicherer. Mehr zu den Hintergründen erfahren Sie hier.
© picture alliance / dpa Themendienst | Mascha Brichta
Vorsicht ist besonders bei Haustürgeschäften geboten.

Viele Menschen reagieren auf die aktuelle Corona-Pandemie mit Unsicherheit und Angst. Das ruft auch immer mehr Betrüger auf den Plan. Die Kriminellen geben sich als falsche Polizisten, Ärzte oder städtische Mitarbeiter aus, um ihren Opfern Geld aus der Tasche zu ziehen. Das Infocenter der R+V Versicherung mahnt deshalb aktuell zu erhöhter Vorsicht. „Die Betrüger spielen mit der Angst oder dem Mitgefühl der Menschen“, sagt Nicole Günter, R+V-Expertin für Sachschäden. „Dabei treten sie oft sehr überzeugend auf.“

Vorsicht bei Haustürgeschäften

Eine der Maschen: Ein vermeintlicher Mitarbeiter des Gesundheitsamtes klingelt und möchte an der Haustür einen angeblich dringend notwendigen Corona-Test durchführen – gegen sofortige Bezahlung. Es kann sogar sein, dass der Betrüger einen Schutzanzug trägt, um glaubwürdiger zu wirken.

Auch telefonisch bitten Gauner die Menschen zur Kasse, etwa für die erfundene Behandlung eines an Covid-19 erkrankten Angehörigen. Wiederum andere bieten zum Schein Masken, Impfstoffe oder Medikamente zum Kauf an – natürlich gegen Vorkasse.

„Gerade bei Haustürgeschäften sollten Verbraucher die ihnen präsentierte Geschichte lieber einmal zu viel hinterfragen oder zusätzliche Informationen einholen. Mitarbeiter einer Behörde oder einer Arztpraxis würden niemals vor Ort Corona-Tests oder andere Waren gegen Barzahlung anbieten“, warnt Nicole Günter. Auch solle man sich nicht unter Druck setzen lassen. „Dann am besten sofort die Tür schließen oder bei dubiosen Anrufen den Hörer auflegen.“ Wichtig zu wissen: Wer durch Trickbetrug Geld verliert, kann in der Regel nicht auf Entschädigung durch die Versicherung hoffen.

Weitere Sicherheits-Tipps:
  • Wenn eine fremde Person vor der Tür steht, bieten ein Türspion, eine Sprechanlage oder eine Türkette Sicherheit. Grundsätzlich gilt: Fremde niemals in die Wohnung lassen.
  • Mit persönlichen Informationen sollten Sie grundsätzlich vorsichtig umgehen und nicht an unbekannten Personen weitergeben.
  • Wenden Sie sich an die Polizei oder eine Verbraucherzentrale, wenn Sie Rechnungen für Leistungen erhalten, die gar nicht erbracht wurden.
  • Bieten Unbekannte einen Einkaufsservice an, sollten Sie die Waren erst nach Erhalt bezahlen.
  • Bei verdächtigen Situationen sofort den Notruf 110 wählen.
  • Wertvolle Informationen rund um das Thema „Corona-Kriminalität“ finden Sie auch auf der Webseite der Polizeilichen Kriminalprävention.

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Autor

Achim

Nixdorf

Achim Nixdorf war von April 2019 bis Mai 2024 Content- und Projekt-Manager bei Pfefferminzia. Davor arbeitete er als Tageszeitungs- und Zeitschriftenredakteur mit dem Fokus auf Verbraucher- und Ratgeberthemen.

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