Umfrage zur Immobilienfinanzierung

Ein niedriger Zinssatz ist ebenso wichtig wie transparente Kosten

Transparente Kosten schätzen die Bundesbürger bei einem Immobilienerwerb als ebenso wichtig ein wie einen niedrigen Zinssatz. Jeweils etwas mehr als ein Drittel gibt das in einer aktuellen Befragung der PSD Bank Nord an.
© picture alliance / Klaus Ohlenschläger | Klaus Ohlenschläger
Einer aktuellen Umfrage zufolge planen 17 Prozent der Deutschen einen Immobilienerwerb.

Neben niedrigen Zinsen ist für viele Deutsche bei einer Immobilienfinanzierung die Kostentransparenz wichtig. So lautet ein Ergebnis der repräsentativen Umfrage „Wohnpläne und Wohntrends“ der PSD Bank Nord. Demnach geben 68 Prozent der danach Befragten am häufigsten einen niedrigen Zinssatz an. Weitere 67 Prozent nennen direkt dahinter transparente Kosten.

„Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten ist es natürlich wichtig, sich finanziell nicht zu übernehmen und die monatliche Rate so anzusetzen, dass sie auch bei Einkommenseinbußen noch gut stemmbar ist“, sagt André Thaller, Vorstandsvorsitzender der PSD Bank Nord eG. Jedoch zeige sich, dass die Kosten insgesamt für das Projekt ebenso wichtig seien.

Puffer mit einplanen

Vor allem junge Familien sollten laut Thaller unter Berücksichtigung aller Nebenkosten darauf achten, kein zu hochpreisiges Objekt auszuwählen. „Denn auf lange Sicht benötigen Käufer noch ausreichend Puffer, etwa für Einrichtung, Carport, Gartengestaltung – und nicht zuletzt auch Reserven für die Familie, zum Beispiel Urlaube und die Ausbildung der Kinder“, so Thaller.

In der aktuellen Corona-Krise haben der Umfrage zufolge zwei von fünf Haushalten festgestellt, dass sich ihre Wohnbedürfnisse verändert haben. 17 Prozent planen konkret einen Immobilienkauf. Dabei sei es nicht so einfach, die Nebenkosten vollständig zu ermitteln. Selbst viele derjenigen, die hier bereits schon mal aktiv waren, sind unsicher.

Oft unklar, wie viel Geld verfügbar ist

Nebenkosten, wie Grunderwerbssteuer, Maklercourtage und Notargebühren, aber auch unvorhergesehene Posten sowohl bei Bestands- als auch bei Neubauprojekten müssten berücksichtigt werden. Auf der anderen Seite herrsche Unklarheit darüber, wie viel Geld tatsächlich für die Finanzierung zur Verfügung stehe.

In der aktuellen Situation hält fast die Hälfte der Befragten flexible Finanzierungskonditionen für „sehr wichtig“. „Wer bisher keine Finanzierung abgeschlossen hat, unterschätzt häufig die Relevanz“, sagt Thaller. Ein Viertel interessiere sich außerdem für ergänzende Angebote, etwa die Bewertung einer vorhandenen Immobilie, eine Bauherrenversicherung oder ähnliche Leistungen.

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Autorin

Manila Klafack war bis März 2024 Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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