Rund drei Viertel der Deutschen (73 Prozent) finden nicht, dass sie eine gute Finanzbildung in der Schule erhalten haben. Lediglich 13 Prozent halten die schulische Bildung in diesem Punkt für gut. Das ergab nun eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitut INSA im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA).
Unter Finanzbildung versteht die Studie die Vermittlung und Aneignung von Kenntnissen und Fähigkeiten im Bereich von Finanzthemen wie Sparkonten, Versicherungen, Fonds und Aktien, Kredite, Inflation, Konjunktur oder Verzinsung. Finanzbildung werde in diesem Sinne zu wenig und zu schlecht betrieben, meinen zwei Drittel (67 Prozent) der Befragten. Vor allem die Jüngeren gelangen besonders häufig (74 Prozent) zu dieser Einschätzung.
Noch auffälliger ist der Umfrage zufolge ein anderer Trend: Je mehr die Befragten verdienen, desto schlechter schätzen sie die Finanzbildung im Schulunterricht ein. Mit zunehmenden Einkommen stehen vermehrt Finanzentscheidungen an. Dafür fühlt sich eine große Gruppe offenkundig unzureichend vorbereitet während der Schulzeit.
Einen Grund sehen die Befragten bei sich selbst. Es bestehe ein zu geringes Interesse der Jugendlichen und jungen Erwachsenen an Finanzbildung. Insgesamt 56 Prozent sind dieser Meinung. Nur annähernd jeder Fünfte glaubt das Gegenteil. Die Jüngeren selbst sehen das anders. Unter den 18- bis 24-Jährigen attestieren nur 45 Prozent den Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein zu geringes Interesse an Finanzbildung. In den anderen Altersgruppen liegt der Anteil zwischen 53 und 62 Prozent.
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