Social Media mit Strategie

„Facebook und Xing sind heutzutage unverzichtbar“

Auch wenn es manch einem Versicherungsmakler schwer fällt, bietet Social Media mit der richtigen Strategie viele Chancen, Kunden zu gewinnen und zu binden.
© Getty Images
Social Media bietet für Makler viele Chancen, bedarf aber der richtigen Strategie.

Marketing kommt heutzutage nicht mehr ohne Social Media aus. Das Posten, Teilen, Liken, Kommentieren und Bloggen gehört zu den Online-Maßnahmen dazu. Doch um nicht wild und kopflos vorzupreschen, gilt es zunächst, Ziele zu definieren. Denn noch mehr als anderswo lauert im Netz die Gefahr, sich zu verzetteln.

„Für die Wahl der bevorzugten Kanäle sollte sich der Makler zuvor überlegen, wen er erreichen, und wie er sich positionieren möchte“, rät daher Socia-Media-Experte Steffen Otte. „Makler, die bereits erfolgreich unterwegs sind, können als Beispiel dienen. Sie sind oft gerne bereit, Tipps zu geben“, so Otte weiter. Für die Recherche seien die Facebook-Gruppen „Digitalisierung im Versicherungsvertrieb“, „Der Versicherungsmakler“ sowie das „Finanzfachforum“ sinnvoll.

Die aktuell wichtigsten Social-Media-Kanäle sind Facebook, Xing, Twitter und Instagram sowie der Messenger-Dienst WhatsApp. Facebook und Xing sind für den Spezialisten Otte nahezu unverzichtbar, um sich ein Netzwerk aufzubauen und zu pflegen. „Facebook ist das mit Abstand größte soziale Netzwerk. Allein schon aus diesem Grund ergibt es Sinn, Facebook in die eigene Strategie einzubeziehen“, so Otte, „und Xing ist das führende deutschsprachige Business-Netzwerk. Hier aktiv zu sein, ist nicht nur für Makler empfehlenswert, die Gewerbekunden betreuen, auch viele Privatkunden nutzen das Netzwerk.“

Über WhatsApp kommunizieren viele Makler bereits mit den Kunden. Twitter mit seiner begrenzten Zeichenzahl und Instagram als Fotoplattform dagegen erscheinen für Makler nicht so geeignet.

Keine Urlaubsfotos oder allzu private Dinge posten

„Viele Unternehmen, auch Makler, wissen meist, dass sie in den sozialen Netzwerken aktiv sein sollten und starten. Dabei verkennen sie oft die Arbeit, die dahintersteckt, um wirklich erfolgreich zu sein“, meint Otte. Er erstellte daher bereits in dem Buch „Share – Like – Sell“, das er gemeinsam mit seinem damaligen, inzwischen leider verstorbenen, Kollegen Oliver J. Mack eigens für die Versicherungsbranche schrieb, einen 40-Punkte-Leitfaden.

Dort stellt er da, wie Versicherungsmakler Social Media optimal für ihr Geschäft nutzen können. „Zwar ist ein persönliches Profil-Bild bei allen Netzwerken notwendig, doch Urlaubsfotos oder ähnlich private Dinge sind tabu, und es bedarf unbedingt eines inhaltlich-thematischen Rahmens“, rät der Experte.

Einen thematischen Rahmen abstecken

Das könne ein Spartenschwerpunkt sein wie Krankenversicherung, Altersvorsorge, bAV oder der Fokus auf eine Zielgruppe wie Ärzte, Studenten, Firmen einer Branche oder ein übergreifendes Thema wie der demografische Wandel oder die Ruhestandsplanung. Wichtig sei das Anregen von Diskussionen, damit Leben auf die Seite oder das Profil kommt.

Auch beschränken sich die Aktivitäten nicht auf die eigenen Inhalte. Mehr Sichtbarkeit und Reichweite könne nur durch eigenes Liken und Kommentieren fremder Posts und Profile erzielt werden. Und nur dadurch werden neue Interessenten, Follower und damit potenzielle Kunden auf die eigene Seite aufmerksam.  

Brisante Themen lieber meiden

Allerdings gibt es Themen, die schnell brisant werden können, und über die daher am besten nichts geschrieben wird. Dazu zählen etwa Politik oder Religion. „Aber auch Sportthemen können gefährlich werden“, weiß Otte. Er selbst empfiehlt Posts, die objektiv sind und mit denen man niemandem zu nahe tritt. Allerdings kann auch dabei der Grad schmal sein, und das vermeintlich Lustige geht auf Kosten anderer.

Weitere Risiken sind unüberlegte Antworten, emotionale Diskussionen sowie rechtliche Aspekte, wie das Urheberrecht, das Persönlichkeits- und das Äußerungsrecht und unter Umständen das Marken- und Wettbewerbsrecht.

Shitstorms können vorkommen

„Fehler können immer passieren, auch Profis, und schnell einen kleinen Shitstorm lostreten. In solchen Fällen hilft nur noch eine Entschuldigung und das Löschen des Beitrags“, sagt Steffen Otte. Aber auch Abmahnungen und Anzeigen wegen falscher Tatsachenbehauptungen und Beleidigungen treten immer häufiger auf.

„Doch trotz all dieser Gefahren überwiegen die Chancen. Der Makler sollte sich vorab informieren, sich ein paar grundlegende Gedanken machen und bei allen Aktivitäten gut überlegt vorgehen“, empfiehlt Steffen Otte.

Weitere Infos zum Thema Empfehlungsmarketing, professionelle Facebookauftritte & Co. erhalten Makler hier.

Autorin

Manila Klafack war bis März 2024 Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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