Produkte der Woche

Neues aus den Ideenschmieden der Versicherer

Die Inter hat eine moderne Kunden-App entwickelt, die Basler will mit einer neuen Fondspolice vor allem Berufseinsteiger erreichen, die GEV hat eine neue Privathaftpflichtpolice gestartet, die Generali hat eine neue Cyber-Service-Versicherung auf den Markt gebracht, das Insurtech Mailo hat seine Gewerbetarife überarbeitet, beim Tarifvergleich des IVFP gibt es jetzt eine stochastische Simulation und Fonds Finanz greift Vermittlern mithilfe einer kostenlosen Taping-Möglichkeit unter die Arme.
© picture alliance / dpa-tmn | Andrea Warnecke
Ein Mann mi Tablet: Kunden der Inter können Vertragsangelegenheiten ab sofort über eine neue App klären.
Inter informiert Kunden per App

Die Inter Versicherung hat eine App für ihre Kunden gestartet, die es ihnen ermöglicht, Rechnungen, Belege und Schadenmeldungen digital an den Versicherer zu übermitteln. Auf der anderen Seite haben Verbraucher die Möglichkeit, direkt über die Anwendung mit dem Service Center der Inter zu kommunizieren und dort Anliegen zu klären.

 Die neue App „Mein Inter“ löst damit alle alten Anwendungen ab. Bisher konnten Kunden mit der „Inter Rechnungen“-App ausschließlich Belege in der Krankenversicherung online einreichen. Die neue App bezieht nun auch die Sparten Leben, Sach und Haftpflichtversicherung mit ein. Die „Inter Rechnungen“-App wird zum 30. September abgeschaltet.  

Basler startet Fondspolice für Berufseinsteiger

Die Basler Versicherungen haben ein neues fondesgebundenes Altersvorsorgekonzept auf den Markt gebracht: „Basler Invest Garant“. Dieses richte sich vor allem an Berufsstarter und Existenzgründer, heißt es in einer Pressemitteilung. Das Besondere: Der Kunde legt die Höhe der Garantie bei Vertragsbeginn von 10 Prozent bis 80 Prozent der Beitragssumme selbst fest. Mit dem Garantie-Plus-Baustein kann man die Garantie auf bis zu 120 Prozent steigern. Während des Vertragsverlaufs besteht zudem die Möglichkeit, die Garantiehöhe zu fixieren.

Außerdem können Kunden ihre Beiträge jedes Jahr automatisch zwischen einem und 10 Prozent erhöhen. Diese Dynamik können sie auf Wunsch in den ersten fünf Jahren auch noch einmal verdoppeln – der garantierte Rentenfaktor bleibt wie bei Vertragsbeginn bestehen. Und: Während des Vertragslaufzeit lassen sich die Beiträge reduzieren oder eine Beitragspause vereinbaren. Rentenerhöhungen können durch Zuzahlungen bis 50.000 Euro oder eine Anhebung des laufenden Beitrags bis 20.000 Euro Beitrag pro Jahr erreicht werden. Auch hier gilt der ursprünglich garantierte Rentenfaktor.

Wer mag, kann für zusätzliche 100 Euro im Monat auch seine Arbeitskraft in Form einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung abschließen. Hierfür muss nur eine Gesundheitsfrage beantwortet werden.

GEV mit neuer Privathaftpflichtversicherung

Die Grundeigentümer-Versicherung (GEV) hat ihre Produktpalette um die neue „GEV Protect Privathaftpflichtversicherung“ erweitert. Enthalten sind unter anderem eine Best-Leistungs-Garantie und eine Forderungsausfalldeckung. Versichert sind außerdem der Verlust von privaten und beruflichen Schlüsseln, Schäden durch deliktsunfähige Personen (nicht nur Kinder) und Betankungsschäden an gemieteten Fahrzeugen.

Freuen können sich aber auch Drohnenbesitzer und alle, die es noch werden wollen. Denn: Motorisierte Flugmodelle bis 250 Gramm sind im GEV Protect Basis- sowie im Kompaktpaket und bis 5 Kilogramm im Premiumschutz mitversichert. Und auch die Absicherung von Gefahren aus dem Gebrauch von Elektrofahrrädern beziehungsweise Pedelecs oder dem Elektronischen Datenaustausch beziehungsweise der Internetnutzung gehören zum Leistungsumfang. Ebenso lässt sich eine Hundehalterhaftpflicht optional als Zusatzmodul in den Versicherungsschutz einschließen. 

Allgemein bietet die GEV neben diesen drei Produktlinien drei verschiedene Deckungssummen für Personen-, Sach- und Vermögensschäden an: 10, 20 und 50 Millionen Euro. Je nach persönlicher Lebenssituation und Familienstand gibt es den neuen Haftpflichtschutz der GEV in fünf Zielgruppenvarianten: für Singles und Paare, jeweils mit oder ohne Kinder. Und mit dem Tarif „60 Plus“ erhalten Versicherungsnehmer ab dem 60. Lebensjahr zusätzliche Sonderkonditionen.

Außerdem stehen zwei Selbstbeteiligungen zur Verfügung: Wer einen Selbstbehalt von 125 Euro vereinbart, erhält einen Rabatt von 20 Prozent auf den Gesamtbeitrag, bei einem Selbstbehalt von 250 Euro liegt der Nachlass bei 30 Prozent. Und wer in den letzten fünf Jahren vor Neuantragstellung keinen Vorschaden in der Privathaftpflicht- und gegebenenfalls Hundehalterhaftpflichtversicherung hatte, erhält zusätzlich einen Schadenfreibonus von 10 Prozent.

Generali bringt neue gewerbliche Cyber-Service-Versicherung auf den Markt

Die Generali Deutschland bietet ab sofort eine neue Cyber-Service-Police für Firmenkunden mit bis zu 20 Mitarbeitern an. Das Angebot ist eine Exklusivleistung der Unternehmenssicherungspolice der Generali Deutschland. Dieses Konzept ermöglicht es Firmenkunden, sich einen Rundum-Schutz aus den Bausteinen Haftpflicht, Sachinhalt, Ertragsausfall, Glasbruch, Gefahren der Technischen Versicherung, Werkverkehr sowie Kühlgut-, Tiefkühlgut- und Medikamentenverderb zusammenzustellen. Die neue Cyber-Police beinhaltet sowohl Maßnahmen zur Vermeidung von Angriffspunkten als auch die schnelle Hilfe bei Cyber-Attacken.

Ein Bestandteil des neuen Angebots ist eine Check-Liste für eine bessere Cyber-Sicherheit des Kunden. Damit soll es ihm möglich werden, Angestellte frühzeitig im Hinblick auf mögliche Cyber-Vorfälle zu sensibilisieren. Die präventiven Maßnahmen zur Vorbeugung gegen Cyber-Angriffe beinhalten darüber hinaus einen jährlichen Check-up-Call, Präventionsschulungen sowie Installations-, Webseiten- und Verdachtschecks. Zudem organisiert die Generali für ihre Firmenkunden ein Back-up-Konzept zur Datenspeicherung in einer Cloud.

Falls doch einmal etwas passiert, bietet die Cyber-Service-Versicherung der Generali unter anderem einen Cyber-Forensik-Service durch einen IT-Help-Desk, die Organisation sowie Kostenübernahme für weitergehende Cyber-Forensik und Datenrettungsmaßnahmen. Hinzu kommen ausführliche Beratungsdienstleistungen in den Bereichen Kommunikation (PR-Maßnahmen) und Recht sowie eine psychologische Betreuung.

Insurtech Mailo überarbeitet Gewerbetarife

Der digitale Gewerbeversicherer Mailo hat die anstehende Wechselsaison in der Versicherungswelt zum Anlass genommen, seine Tarife zu überarbeiten. „Wir stellen unser Angebot regelmäßig auf den Prüfstand“, sagt Armin Molla, Vorstand IT, Vertrieb und Marketing bei Mailo. „Onlinehändler können nun beispielsweise eine erweiterte Produkt-Haftpflicht, die Eigenschaft des ‚Quasi-Herstellers‘ sowie den Import aus Nicht-EU-Ländern und alle Mischformen einfach und volldigital abschließen.“

Und weiter: „Bei unserem Gastronomie-Tarif haben wir die Bedingungen, etwa Besitz und Unterhaltung von E-Ladesäulen, und das Preis-Leistungs-Verhältnis verbessert. Viele Sublimits haben wir angehoben. Dies gilt ebenso bei unserer Cyber-Deckung. Bloggern und Influencern bieten wir ab sofort weltweiten Versicherungsschutz an und das Deckungskonzept der Autoren und Journalisten wurde auf Buchverlage erweitert“, so Molla.

IVFP ergänzt Tarifvergleich um stochastische Simulation

Die neuste Version des Tarifrechners „Fairgleichen.net“ des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) beinhaltet die Möglichkeit, Ablauf- und Rentenleistungen auf Basis stochastischer Simulationen kundenindividuell zu ermitteln. Dabei könnten Makler und Vermittler nicht nur die Vertragslaufzeit kundenindividuell vorgeben, sondern auch zwischen unterschiedlichen Fonds auswählen, welche gemäß ihrer Anlagestrategie simuliert würden, erklärt das IVFP in einer Pressemitteilung.

Im Gegensatz zu den herkömmlichen Hochrechnungen wie beispielsweise mit einer jährlichen konstanten Rendite von 4 oder 6 Prozent zeigten die Produktprofile nun auf, welchen Einfluss Garantiebausteine auf die Chancen und Risiken der Produkte besitzen. „Eine vernünftige Beratung muss die Risikoneigung des Kunden mit den Chancen und Risiken des Vorsorgeprodukts in Einklang bringen“, erklärt IVFP-Chef Michael Hauer. „Hierfür ist eine stochastische Modellierung der Tarife unumgänglich.“ Noch befinde sich die stochastische Simulation jedoch in einer Beta-Version.

Das IVFP lädt alle Lebensversicherungsunternehmen ein, sich der Community Altersvorsorge anzuschließen, um Transparenz in den Rentenversicherungstarifdschungel zu bringen und von den Vorteilen dieser Gemeinschaft zu profitieren.

>>> Interessierte Versicherungsunternehmen erhalten hier weitere Informationen. 

Kostenloses Taping für Fonds-Finanz-Vermittler

Seit der Neufassung der Finanzanlagenvermittlungsverordnung (FinVermV) sind 34f-Vermittler dazu verpflichtet, telefonisch oder per Video geführte Beratungsgespräche aufzuzeichnen und zu speichern – das Ganze läuft unter dem Namen Taping. Die neue Regelung resultiert aus der Umsetzung der Finanzmarktrichtlinie Mifid II. Um ihren angebundenen Vermittlern das Leben ein wenig leichter zu machen, gibt es bei dem Münchner Maklerpool Fonds Finanz ab sofort eine kostenfreie Taping-Möglichkeit über den sogenannten Mifid-Recorder. 

Vermittler können diesen über ihre bestehenden Systeme nutzen und benötigen keine zusätzliche Ausstattung. Die Aufzeichnung ist orts- und anbieterunabhängig möglich – sowohl über Festnetz- als auch Mobilfunkanschlüsse. Die Daten werden bei der Übertragung verschlüsselt und für zehn Jahre gespeichert. Alle Vermittler der Fonds Finanz können die Möglichkeit zum Taping mit dem Mifid-Recorder überdies direkt im Online-Beratungstool Bridge nutzen.

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Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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