Jedes Jahr im Herbst steht für viele Fahrzeughalter der Wechsel der Kfz-Versicherung an. Entsprechend schießen die Suchanfragen im November um fast das Vierfache gegenüber dem Jahresdurchschnitt nach oben, berichtet Mediaworx.
Die Agentur ist daraufhin der Frage nachgegangen, inwieweit auch andere Versicherungsprodukte vom gestiegenen Interesse an Autoversicherungen profitieren.
Die Ausgangslage der Online-Studie beschreiben die Analysten anhand eines Beispiels: Über das Jahr verteilt, wird laut Mediaworx monatlich rund 2.900-mal nach „Axa Zahnzusatzversicherung“ gesucht. Im November 2016 sei das Suchvolumen dafür auf 3.600 angestiegen. „Somit stieg während des Kfz-Hochs auch das Interesse an einer Zusatzversicherung der Axa um 24 Prozent“, fassen die Studienmacher zusammen.
Für die Studie wurden dann 25 Versicherer mit Kfz-Versicherung, 14 Versicherer ohne Kfz-Versicherung und acht weit verbreitete Versicherungsprodukte (Rechtsschutz, Zahnzusatz, Haftpflicht) herangezogen. Die Versicherer wurden in „bekannte“ und „weniger bekannte“ Kfz-Versicherer aufgeteilt.
Kfz-Versicherungen ziehen andere Produkte mit
Das Ergebnis: Bei Versicherern mit Kfz-Versicherung verzeichneten die anderen Produkte im November 18 Prozent mehr Suchanfragen. Zum Vergleich: Bei Versicherern ohne Kfz-Versicherung war dieser Effekt mit einem Anstieg von 2 Prozent kaum zu beobachten.
Insgesamt konnten 21 von 25 Versicherern vom Kfz-Interessenshoch profitieren, heißt es. Dabei lag die Signal Iduna mit 53 Prozent mehr Suchanfragen vorn.
Zu den Produkten, die den höchsten Interessensanstieg verzeichneten, gehörte demnach die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) mit insgesamt 41 Prozent mehr Suchanfragen. Ebenfalls fanden die Studienmacher heraus, dass bei 17 von 25 Versicherern das (zweit)bekannteste Produkt vom „Kfz-Hoch“ im November profitierte. Hingegen konnte kein signifikanter Unterschied zwischen bekannten und weniger bekannten Kfz-Versicherern festgestellt werden.
Warum das Angebot einer Kfz-Versicherung von Vorteil zu sein scheint, begründen die Analysten so: „Zum Einen führt der Weg hin zur Kfz-Versicherung meist über weitere Produkte des Anbieters, auf die der Besucher aufmerksam wird. Aufgrund der vielen Kfz-Versicherungen in Deutschland, sind sie hilfreich um die gesamte Markenbekanntheit zu steigern.“
Zum Anderen sei denkbar, dass Marketing und Vertrieb der Kfz-Versicherer im Oktober und November erhöhten Werbedruck erzeugen, wodurch die Besucher auf die Plattformen der Kfz-Versicherer kanalisiert würden.
Abgesehen von der Kfz-Versicherung sei es zwar nicht abwegig, dass gegen Ende des Jahres grundsätzlich mehr Versicherungen oder bestimmte Versicherungen häufiger abgeschlossen würden. „Diese These wurde im Rahmen dieser Auswertung nicht untersucht“, räumen die Analysten ein. Dagegen spreche allerdings, dass sich die Suchanfragen bei den Versicherern ohne Kfz-Versicherung nur geringfügig verändert hätten.
Spezialversicherer sollten vor diesem Hintergrund überlegen, das Produktportfolio zu erweitern oder den Schritt zum Rundum-Versicherer zu wagen, so das Fazit der Studienmacher.
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