Norbert Porazik: „Endlich wieder Messe!“

Das waren die Highlights der MMM-Messe 2021

Nach einem Jahr Corona-Abstinenz lud der Maklerpool Fonds Finanz am 7. Oktober 2021 wieder zur Präsenzmesse ein. Die Besucherinnen und Besucher der MMM-Messe erwartete ein spannendes Programm mit über 90 Fachvorträgen, mehr als 100 Rednern und gut 150 Ausstellern. Hier kommen die besten Bilder der Messe.
© Fonds Finanz
Top-Journalist Gabor Steingart eröffnete die MMM-Messe in diesem Jahr.

„Endlich wieder Messe!“ Die Freude von Fonds-Finanz-Chef Norbert Porazik war an diesem 7. Oktober 2021 bei der Eröffnung der MMM-Messe deutlich zu spüren. Nachdem der Branchentreff im Corona-Jahr 2020 ins Netz verlegt werden musste, konnte der Maklerpool die Messe in diesem Jahr im MOC München wieder vor Ort durchführen.

Die Besucherinnen und Besucher erwartete ein Programm mit über 90 Fachvorträgen, mehr als 100 Rednern und gut 150 Ausstellern. Rund 3.800 Gäste folgten der Einladung der Fonds Finanz nach München. „Die MMM-Messe ist und bleibt einer der wichtigsten Treffpunkte der Branche. Das zeigt sich uns vor allem durch die Besucherzahl, die unsere Erwartungen in diesem Corona-Jahr weit übertroffen hat, sowie durch die viele positive Resonanz“, zeigt sich Fonds-Finanz-Chef Norbert Porazik erfreut.

Die Highlights der diesjährigen Messe haben wir Ihnen in der nun folgenden Bilderstrecke zusammengefasst.

Foto: Fonds Finanz

„Endlich wieder Messe!“ – Norbert Porazik, geschäftsführender Gesellschafter des Maklerpools Fonds Finanz, eröffnet am 7. Oktober gut gelaunt die MMM-Messe 2021 im MOC München.

Foto: Fonds Finanz

Den Messeauftakt machte in diesem Jahr Star-Redner Gabor Steingart – in seinem scharfsinnigen Messevortrag analysierte der Top-Journalist kritisch und pointiert die derzeitigen Entwicklungen in Wirtschaft und Politik. Dabei ging er in der ersten Hälfte seines Vortrags auf fünf Gründe ein, warum man zuversichtlich in die deutsche Zukunft schauen kann.

  • Zuversichtsgrund Nummer 1: „Die Union geht in die Opposition. Und das ist gut, weil sie erschöpft ist“, meinte Steingart. Von CDU/CSU seien erstmal keine Impulse für unser Land zu erwarten.
  • Zuversichtsgrund Nummer 2: Die Grünen müssten nun beweisen, dass ihre Ideen zum Klimaschutz funktionieren. Die Partei müsse den „Praxistest bestehen“, sagte Steingart.
  • Zuversichtsgrund Nummer 3: „Mit der FDP werden Maß und Mitte einen festen Platz in der neuen Regierung haben“, erklärte der Top-Journalist. Das sei wichtig – gerade wenn es darum ginge, das Verhältnis von Einnahmen zu Ausgaben im Bundeshaushalt nicht komplett aus den Augen zu verlieren. „Das haben nämlich viele Politiker verlernt“, kritisierte Steingart.
  • Zuversichtsgrund Nummer 4: „Auf den Kapitalmarkt wird es in den nächsten 20 Jahren sehr ankommen. Er ist Möglichmacher für alle Versprechen, die jetzt zum Klimaschutz, zur Mobilität, zur Digitalisierung gemacht werden“, ist Steingart überzeugt. Für all diese Projekte – und die Investitionen, die sie verlangten – sei der Staatshaushalt zu klein. „Die Parteien werden Kapitalmarkt-freundlicher sein als jetzt“, prognostizierte der Journalist.
  • Zuversichtsgrund Nummer 5: Man sei dabei, die Vereinigten Staaten von Europa aufzubauen. „Das tut an vielen Stellen zwar weh, wird Deutschland aber auch Vieles bringen“, glaubt Steingart. Gerade ein europäischer Arbeitsmarkt sei eine Riesenchance, meinte er.

Foto: Fonds Finanz

Gabor Steingart ging dann in der zweiten Hälfte seines Vortrags auf fünf Punkte ein, bei denen aus deutscher Sicht Wachsamkeit angesagt sei.

  • Wachsamkeitsgrund Nummer 1: „Deutschland steigt im Vergleich zu den Wirtschaftsblöcken USA und China ab. Wir werden deklassiert“, sagte Steingart. Diese Entwicklung werde aktuell zu sehr hingenommen, so der Journalist weiter. „Wir haben kein Google und kein Apple. Wenn unsere letzten großen Erfinder Werner von Siemens und Carl Benz waren, haben wir ein echtes Problem.“ Deutschland manage gerade seinen Abstieg. Das verdeutliche auch der Erfolg der SPD, die den Leuten garantiere: Wir sichern Eure Löhne, Eure Renten, Eure Miete. „Das ist eine sehr gefährliche Abwärtsspirale. Wir müssen diesen Prozess umkehren“, warnte Steingart.
  • Wachsamkeitsgrund Nummer 2: „Die Energiewende kann in der geplanten Geschwindigkeit nicht gelingen“, so der Journalist weiter. Das sei keineswegs ein Grund, diese sein zu lassen – „aber wir brauchen hier realistischere Annahmen“. Energiepreise seien ein Riesen-Treiber der Inflation, den man selbst in der Hand habe. Und aktuell setze man da „den Zünder“ dran, sagte Steingart. Viele Menschen könnten sich solche Energiepreise nicht leisten. „Die ökologische Frage wird so zur sozialen Frage. Geldentwertung und sozialer Unfrieden hängen in Deutschland zusammen“, erklärte der Journalist.
  • Wachsamkeitsgrund Nummer 3: In Sachen Digitalisierung passiere in Deutschland viel zu wenig. Man müsse jetzt den Sprung schaffen, dass über den Ausbau der Digitalisierung nicht mehr nur von Politikerseite geredet, sondern dass er tatsächlich umgesetzt werde. Hier brauche es ein Investitionsvolumen, das alles Bisherige übersteige. „Und das muss jetzt passieren – sonst war es das“, betonte Steingart.
  • Wachsamkeitsgrund Nummer 4: Die wirtschaftliche Situation Chinas sei nicht so stabil, wie man meine. Das „Decoupling“, das die USA gegenüber China betreibe, könne sich Europa und insbesondere Deutschland nicht leisten. „Dafür ist unsere Abhängigkeit zu groß“, sagte der Journalist.
  • Wachsamkeitsgrund Nummer 5: Man dürfe den USA die Dominanz bei Schlüsseltechnologien nicht überlassen. Dazu zählt Steingart etwa den Umgang mit Daten, ihre Auslesung und das Stricken von neuen Produkten und Angeboten daraus.

Foto: Fonds Finanz

Die MMM-Messe von Fonds Finanz (der Maklerpool feiert in diesem Jahr übrigens sein 25-jähriges Bestehen) war gut besucht. Rund 3.800 Gäste fanden sich im MOC München ein. Es galt die 3G-Regel, es kamen also nur Geimpfte, Getestete oder Genesene aufs Messegelände. Und es herrschte eine Maskenpflicht.

Foto: Pfefferminzia

Auch Pfefferminzia war auf der MMM-Messe mit einem Stand vertreten. Hier schaut Versicherungsmakler und Biometrie-Spezi Philip Wenzel vorbei (v.l.: Pfefferminzia-Chefredakteurin Karen Schmidt, Philip Wenzel und die beiden Pfefferminzia-Geschäftsführer Matthias Heß und Hero Harder).

Foto: Pfefferminzia

Philip Wenzel hielt zur Mittagszeit einen gut besuchten Vortrag zum Thema „Lösungsorientierte Beratung zur Arbeitskraftabsicherung“.

Foto: Fonds Finanz

Die Gäste genossen die Möglichkeit, endlich mal wieder von Angesicht zu Angesicht zu netzwerken.

Foto: Pfefferminzia

Zukunftsforscher Sven Gábor Jánzsky von der Denkfabrik 2bAhead ging in seinem Vortrag auf die „Macht der Megatrends“ ein. Einer davon: die sogenannte predicitve economy. Mithilfe von Quanten-Computern und der Vielzahl vorhandener Daten sei es jetzt schon in vielen Bereich möglich, vorherzusagen, was in 20 Minuten, 2 Stunden, 2 Tagen oder 2 Wochen passiere. Letztendlich führe das zur „Lieferung vor der eigentlichen Bestellung“. Es lasse sich auch prognostizieren, ob jemand mal Krebs bekomme, ob ein Mitarbeiter kündigen will, und wie das persönliche Risikolevel um 22.03h aussehe.

Ein weiterer Megatrend: Adaptivität. Dank der Nutzung von Echtzeitdaten, „wird es nie wieder ein Standardprodukt geben“, meinte Jánzsky. Adaptive Autos, an denen zum Beispiel Volvo bereits forscht, bräuchten so etwas wie Lenkrad & Co. nicht mehr. Sie würden vielmehr messen, ob der Fahrgast müde ist – dann werde das Bett ausgefahren. Wolle der „Fahrer“ Emails beantworten, wandele sich dieses in einen Schreibtisch um. „Produkte werden in Zukunft ganz anders aussehen“, sagte der Zukunftsforscher voraus.

Foto: Pfefferminzia

Pfefferminzia trifft Gothaer. Im Bild von rechts zu sehen: Julian Roth, Kabil Azizi und Andreas Haupt (alle Gothaer) mit Karen Schmidt und Matthias Heß (Pfefferminzia).

Foto: Fonds Finanz

Auch für das leibliche Wohl der Gäste war gesorgt.

Foto: Fonds Finanz

Am frühen Nachmittag interviewte Moderatorin Anna Fleischhauer den ehemaligen Mercedes-Benz-Motorsport-Chef, Norbert Haug, zur Zukunft der Mobilität.

Foto: Pfefferminzia

Versicherungsmakler Patrick Hamacher ging in seinem Vortrag auf die zeitgemäße Kundenkommunikation zur Bestandspflege ein.

Foto: Pfefferminzia

Der Blick vom Pfefferminzia-Stand auf die neue Pfeffi-Printausgabe (die können Sie ab nächster Woche hier bestellen) und die Messe.

Foto: Fonds Finanz

Ab 17 Uhr konnten die Gäste der MMM-Messe mit leckeren Cocktails den gemütlichen Teil des Abends einläuten.

Foto: Pfefferminzia

Pfefferminzia-Geschäftsführer Matthias Heß (ganz rechts) schaute am Stand der Inter vorbei und sagte Christian Patermann, Sabrina Usler und Sascha Risse (v.l.) hallo.

Foto: Fonds Finanz

Bereits seit vielen Jahren engagiert sich die Fonds Finanz in verschiedenen sozialen Projekten. Auf der MMM-Messe überreichte Norbert Porazik (ganz rechts, neben Börsenexpertin Anja Kohl) einen Spendenscheck an World Vision Deutschland im Wert von 130.000 Euro.

Foto: Fonds Finanz

Zum Abschluss der Messe referierte die Börsenexpertin Anja Kohl zum Thema „Digitalisierung, Klimawandel, Pandemie und die Finanzmärkte: Taugt die Börse zur Altersvorsorge?“.

Foto: Fonds Finanz

Und wie geht es 2022 weiter? „Die MMM-Messe 2022 ist regulär für das kommende Frühjahr – das Datum wird in Kürze bekannt gegeben – sowie die Hauptstadtmesse Berlin für den 13. September geplant“, heißt es von Seiten der Fonds Finanz. Na, dann! Wer sich schon mal anmelden will, kann das hier tun unter:

www.mmm-messe.de/anmeldung und www.hauptstadtmesse.de/anmeldung

Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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