Zum mittlerweile 9. Mal hat die Kommunikationsagentur Brunotte Konzept für eine große Marktstudie Maklerpools, Verbünde, Plattformen und Maklerdienstleister unter die Lupe genommen. Das wichtigste Ergebnis des „Pool Radar“: Viele der befragten 29 Unternehmen konnten 2019 nicht nur ihren Umsatz, sondern auch ihren Gewinn steigern. Dieser wuchs demnach um 62 Prozent auf 32,4 Millionen Euro. Allein die drei Top-Unternehmen erzielten mehr als 400 Millionen Euro Umsatz. An der Spitze steht Fonds Finanz (178 Millionen Euro), gefolgt von Netfonds (114 Millionen Euro) und Jung, DMS & Cie. (111 Millionen Euro).
Auch die Corona-Krise kann diesen positiven Trend nicht stoppen. Im Gegenteil: Laut Studie sehen sich die meisten Teilnehmer für die Herausforderungen, die mit der Pandemie verbunden sind, gut gewappnet. Kein einziges Unternehmen prognostiziert einen Umsatzrückgang. „Auch das Geschäftsmodell bleibt zumeist unangetastet“, teilen die Studienautoren mit. „Oberste Priorität genießt jetzt die vertriebliche Unterstützung der Partner. Diese geht einher mit zusätzlichen Investitionen in Digitalisierungsprojekte.“
15 der befragten Unternehmen sind auch dazu bereit, Courtagerückforderungen bei Bedarf zu stunden. Sogar Liquiditätshilfen kommen für zwölf Unternehmen in Betracht. Die größten Einkommensausfälle werden bei Vermittlern mit Schwerpunkt Personenversicherung erwartet.
Erstmals hat die Studie auch nach der Zusammensetzung der Erlöse gefragt. Das Ergebnis: Courtagen sind für Maklerpools mit gut 60 Prozent zwar fast immer noch die wichtigste, aber nicht die einzige Erlösquelle. Vergütungen von Produktgebern, Lizenzgebühren für Software und Backoffice-Dienstleistungen stockten die Einnahmen auf. Nur jeder dritte Euro Courtage werde noch mit dem Neugeschäft verdient.
Studienautorin Sabine Brunotte sieht darin eine Folge der veränderten Produktschwerpunkte. „In den letzten Jahren konnten wir eine deutliche Verlagerung weg von Lebens- und Krankenversicherungen hin zum Kompositgeschäft beobachten. Hier wirken sich Einschnitte bei der Vergütung aus, aber auch die geringere Attraktivität kapitalgedeckter Altersvorsorge.“ Das Investmentgeschäft wirke stabilisierend auf die Einnahmen. Je breiter Unternehmen aufgestellt seien, umso besser könnten sie Schwankungen und Sondereinflüsse kompensieren.
Der neue „Pool Radar“ zeigt auch: Noch immer stellen Versicherungs- und Finanzanlagenvermittler die klassische Zielgruppe für Maklerpools und Verbünde dar. Keines der befragten Unternehmen wolle auf sie verzichten. Allerdings beschränkten sich nur vier Unternehmen ausschließlich auf Versicherungsmakler. Die anderen kooperierten mit mindestens einer weiteren Vermittlergruppe, häufig Finanzmakler und Vertriebe. Die mit Abstand meisten Vertriebsvereinbarungen habe der Maklerpool Fonds Finanz (27.000) gemeldet, gefolgt von Jung, DMS & Cie. (16.000).
Allen Digitalisierungserfolgen zum Trotz: „Die Beschäftigtenzahlen von Maklerpools & Co. bleiben stabil“, wissen die Studienautoren zu berichten. „Das spricht für einen Ausbau ihrer Services.“ Wie in den Vorjahren sei Fonds Finanz mit 380 Mitarbeitern der größter Arbeitgeber unter den Pools, gefolgt von Jung, DMS & Cie. (277). Die Netfonds Gruppe habe ihre Belegschaft innerhalb eines Jahres sogar von 185 auf nunmehr 250 Beschäftigte ausbauen können.
Weitergehende Informationen zur Studie finden Sie unter www.poolstudie.de .
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