Nach Flutkatastrophe

Hannover Rück erwartet Gesamtschadenhöhe von 10 Milliarden Euro

Die heftigen Überschwemmungen im Sommer dieses Jahres könnten die deutschen Versicherer deutlich mehr kosten als bisher angenommen. Davon geht zumindest die Hannover Rück aus. In einem Statement gab der Deutschlandchef des Rückversicherers an, von einem Gesamtschadenvolumen in Höhe von 10 Milliarden Euro auszugehen.
© Hannover Rück
Ist der Deutschlandchef der Hannover Rück: Michael Pickel.

Die Flutkatastrophe im Juli 2021 entpuppt sich mehr und mehr als das teuerste Überschwemmungsereignis der deutschen Versicherer aller Zeiten – und er wächst immer weiter, wie „Spiegel Online“ berichtet. Nach Sondierungen auf einem Branchentreffen könne man davon ausgehen, „dass der Schaden eher an 10 Milliarden als an 9 Milliarden Euro herankommt“, kündigte kürzlich Michael Pickel, Chef der Deutschlandniederlassung der Hannover Rück, an.

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Kurz nach den Flutereignissen war der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zunächst von 4,5, später dann von 5,5 (wir berichteten) und zuletzt dann von 7 Milliarden Euro ausgegangen. Sollte Pickel Recht behalten, wäre dies also die vierte Korrektur nach oben.

Der Grund für die steigenden Gesamtschadenerwartung: Anfangs waren die Versicherer laut „Spiegel Online“ noch von durchschnittlichen Flutschäden ausgegangen. Inzwischen sei ihnen jedoch klar geworden, dass allein die Schäden an Automobilen etwa zwei- bis dreimal so hoch lägen wie üblich, sagte Pickel.

Beschädigte Häuser hingegen seien oft sogar überhaupt nicht mehr zu retten – und damit sei in vielen Fällen die volle Schadenssumme fällig. All das zeige sich aber erst nach und nach, so Pickel weiter. Besonders stark habe es das nördliche Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen getroffen – hier seien auch die meisten Schäden zu regulieren, erklärte der Deutschlandchef weiter.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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