Matthias Helberg versus R+V: Letzter Teil

„Zahlen Courtage, so lange die Verträge bei uns bestehen“

Zum Schlagabtausch kam es im Februar zwischen Versicherungsmakler Matthias Helberg und der R+V. Helberg hatte sich an einer für Makler nachteilige Praxis des Versicherers gestört und seine Meinung kund getan. Daraufhin kündigte die R+V die Zusammenarbeit mit Helberg. Nun scheint sich ein Ende des Streits abzuzeichnen. Der noch strittige Punkt, wie mit den Kunden Helbergs und seiner Courtage umzugehen ist, wurde jetzt geklärt.
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© R+V
Die R+V in Wiesbaden.

Die Interessengemeinschaft Deutscher Versicherungsmakler (IGVM) hatte sich in den Streit zwischen Makler Matthias Helberg und der R+V eingeschaltet und zwei offene Briefe an den Vorstand geschrieben. Auf diesen zweiten Brief hat die R+V nun geantwortet und klargestellt, wie sie in Zukunft mit den Kunden Helbergs und seiner Courtage umgehen will. Dort heißt es:

„Erfahrungsgemäß werden die im Bestand eines Maklers vorhandenen R+V-Verträge in der Regel zur nächsten Hauptfälligkeit umgedeckt. Selbstverständlich werden wir uns auch nach der Beendigung der Zusammenarbeit mit Herrn Helberg den Marktusancen entsprechend verhalten und so lange Courtage zahlen, wie die betreffenden Verträge bei uns bestehen, laufend bezahlt sind und nicht aufgrund der Vorlage eines Kundenwunsches oder Maklermandats in den Bestand eines anderen Vertriebspartners übertragen wurden. Wir stehen unseren Kunden selbstverständlich weiterhin als verlässlicher Partner zur Verfügung.“

Zunächst hatte der Versicherer wohl überlegt, Helberg ab Januar 2016 nur noch als Korrespondenzmakler anzusehen und die durch ihn vermittelten und betreuten Versicherungsverträge in den Direktbestand zu übernehmen oder zu kündigen. Das hatte IGVM-Vorstandsmitglied, Michael Otto, scharf kritisiert und verurteilt. Es dürfe nicht sein, dass Meinungsverschiedenheiten zwischen Versicherern und Versicherungsmaklern auf dem Rücken der Maklerkunden ausgetragen würden.

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