Lehren aus Corona-Krise

Potenzial von Versicherungsmaklern liegt in ihren Kundenbeständen

Die Arbeitswelt hat sich während der Corona-Pandemie bereits verändert. Die Mehrheit der Versicherungsvermittler und -makler sieht daraus auch Auswirkungen auf die Arbeit der Zukunft. Sie wollen mehr online und flexibler arbeiten – und sich intensiver um Bestandskunden kümmern, so Erkenntnisse aus einer aktuellen Umfrage.
© Snowing/Freepik
Viele Vermittler und Makler sehen in der verstärkten Nutzung von Daten zur Bestandsanalyse großes Potenzial für ihr Geschäft.

Fast zwei Drittel (61 Prozent) der Makler und Vermittler sagt, dass die Corona-Krise sich auf ihre Arbeitsweise nachhaltig auswirken wird. 28 Prozent geben an, dass sie (eher) keinen nachhaltigen Einfluss hat und 11 Prozent sind sich nicht sicher. Insbesondere die Online-Beratung, ein verstärktes Beschäftigen mit den Bestandskunden sowie flexibleres Arbeiten stehen einer im November durchgeführten Befragung der Plattform Mobilversichert gemeinsam mit Asscompact zufolge im Mittelpunkt der Veränderungen.

44 Prozent wollen sich demnach mehr mit Bestandsdaten beschäftigen, um bestehende Versicherungslücken und Vertriebspotenziale aufzudecken. Fast 40 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sie in Zukunft in der Beratung flexiblere Arbeitszeiten nutzen werden. Die Video-Beratung geben 36 Prozent der Makler und Vermittler an. 

Dabei werde die Beratung der Zukunft bei vielen erst digital und dann persönlich ablaufen. Etwa die Hälfte (49 Prozent) der Makler und Vermittler will nach dem Motto arbeiten: „Wo möglich digital, wo nötig persönlich“.

Bestandsdaten der Kunden könnten besser genutzt werden

Dabei sehen sie in ihren Daten die größten Vertriebschancen. 53 Prozent der Makler stimmt „voll“ oder „eher zu“, dass eine bessere Qualität und Analyse von Bestandsdaten zur Nutzung von Cross- und Upselling-Potenzialen für sie das größte Vertriebspotenzial verspricht. 48 Prozent sehen ähnliches aus digitalen Tools und Services. Das Potenzial, das Kooperationen mit Pools und Plattformen versprechen, schätzen die Makler und Vermittler mit 33 Prozent beziehungsweise 31 Prozent geringer ein.

Quelle: obs/mobilversichert

Allerdings nutzen viele aufgrund von Zeitmangel aber auch wegen einer schlechten Qualität die Daten noch nicht in vollem Umfang. 47 Prozent der Makler geben in der Einzel-Abfrage an, dass sie nicht genügend Zeit für eine Aufbereitung und Analyse der Daten haben. Die Daten der Versicherer sind für 35 Prozent teilweise fehlerhaft und nicht aktuell. 17 Prozent fehlt nach eigenen Angaben das technische Verständnis zur umfangreichen Datennutzung. 

„Wer sein Geschäft für die Zukunft auf digitale Beine stellen will, kommt am Thema Datenmanagement nicht vorbei“, sagt Mario Herz, Geschäftsführer von Mobilversichert. „Gerade der Bestand eröffnet riesige Potenziale, zum Beispiel für die individualisierte, smarte Kundenberatung oder automatisierte Vertriebsaktivitäten. Aber Vermittler brauchen mehr Unterstützung, um diese Potenziale zu heben.“

 

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Autorin

Manila Klafack war bis März 2024 Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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