Kolumne

Was kostet ein Social-Media-Manager für meinen Maklerbetrieb?

Diese Frage hört Hans Steup, Betreiber des Karrierenetzwerks Versicherungskarrieren, derzeit häufig. Weil viele Vermittler und Maklerbetriebe keine Ahnung von Marketing haben, wissen sie auch nicht, wie man den Profi unter den Pappnasen erkennt. In seiner neuen Kolumne gibt Steup ein paar Tipps, wie man hier vorgehen kann.
© Privat
Hans Steup ist Betreiber des Karrierenetzwerks Versicherungskarrieren.

Diese Frage höre ich derzeit öfter. Die eigentliche Frage ist, was der Online-, Content- oder Social-Media-Manager alles tun soll. Soll er richtig gut schreiben können (da trennt sich die Spreu vom Weizen)? Fotos, Grafiken und Infografiken bearbeiten? Videos bearbeiten? Ein bisschen Facebook-Werbung machen? Oder richtig Facebook-Werbung machen? Mitarbeiter schulen? Die Kollegen für Instagram-Storys sensibilisieren? Vielleicht auch noch die Presse-Arbeit leisten? Beiträge für Xing und Linkedin schreiben? Dort Markenpflege, Recruiting und Vertrieb machen? Und Ahnung von Versicherungen haben?

Manche Stellen-Ausschreibung für Social-Media-Manager enthält Arbeit für drei Berufsbilder und fünf Mitarbeiter. Für Superman (m/w/d) sind dann 40.000 Euro zu wenig. Oft suchen Unternehmen auch deshalb nach Superman, weil sie eigentlich keine Ahnung haben, was der Online-Marketing- oder Social-Media-Kollege tun soll. Irgendwas mit Facebook … Ach, und dann kommt noch Werbebudget zu? Ich dachte, Facebook ist kostenlos … (Anmerkung der Redaktion: Schon lange nicht mehr).

Sagen wir es, wie es ist: Viele Vermittler und Maklerbetriebe haben keine Ahnung von Marketing überhaupt. Null. Nada. Das sehen wir jeden Tag in den sozialen Netzwerken.

Die Alternative zu einem angestellten Marketing-Menschen ist ein Freiberufler. Aber wie finden Sie zwischen den Pappnasen einen Profi? Sagen wir mal so: Bietet Ihnen jemand nach einem 10-minütigen Telefonat an, Ihr Online-Marketing zu machen, schickt Ihnen eine Vereinbarung und will am nächsten Tag loslegen, dann lassen Sie es.

Es wird knirschen

Wenn Sie langfristig (mindestens ein Jahr) mit einem freiberuflichen Marketing-Menschen arbeiten wollen, holen Sie ihn für einen Tag in Ihren Betrieb. Geben Sie ihm ein Gefühl dafür, worum es bei Ihnen geht. Sprechen Sie über alles, was Ihnen wichtig ist. Und bezahlen Sie ihn für den Tag.

Ein echter Profi macht Ihnen erst dann ein konkretes Angebot, wenn er beurteilen kann, worauf er sich einlässt und ob er Ihre Erwartungen erfüllen kann.

Und Sie bekommen ein Gefühl dafür, wie es ist, mit dem Herrn oder der Dame umzugehen. Das wird wichtig, wenn’s mal knirscht zwischen Ihnen. Und gehen Sie davon aus: Es wird knirschen. Nur wenn dann alle Beteiligten das gemeinsame Ziel vor Augen haben, bringt Ihnen Ihr Marketing-Mensch Umsatz, Mitarbeiter und Marken-Bekanntheit. Mit Sicherheit.

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Autor

Hans

Steup

Hans Steup ist Versicherungskaufmann und war lange Jahre Vertriebsunterstützer bei der Allianz. Heute betreibt Steup den Spezial-Stellenmarkt Versicherungskarrieren und berät Finanzdienstleister zur Content-Marketing-Strategie und zu Social Media.

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