Zwei neue Kooperationen in kurzer Zeit hintereinander – die JDC-Gruppe mit ihrer Maklerpool-Tochter Jung, DMS & Cie. zeigt sich derzeit enorm agil. Neu im Reigen der Kooperationspartner sind mit „Fidessecur Versicherungs- und Wirtschaftsdienst“ und „Sicher gut betreut Versicherungsvermittlung“ zwei Unternehmen, die JDC Zugang zu Sparkassenkunden verschaffen. Doch das ist nicht der Anfang, vielmehr läuft diese Entwicklung nun schon über einige Jahre.
Jung, DMS & Cie. startet die Zusammenarbeit mit S Mobile Versicherungsmakler, einer Tochter der Sparkasse Bremen. Damit schwingt sich JDC zum Premiumpartner von S Mobile Versicherungsmakler auf und übernimmt die gesamte Abwicklung und Abrechnung von deren Versicherungsgeschäft.
Zu der Zeit berät die Sparkasse Bremen ihre Versicherungskunden auf zwei Wegen: persönlich in Filialen und digital über die erwähnte S Mobile Versicherungsmakler. Letztere nutzt von da an auch die JDC-App „Allesmeins“ als White-Label-Anwendung – also unter eigener Marke. Um die Bestände zu verwalten, nutzt sie das Kunden- und Vertragsverwaltungsprogramm iCRM von JDC.
Schon damals kündigt der (Bald-nicht-mehr-)JDC-Vorstand Stefan Bachmann an: „Die Bremer Lösung kann ganz einfach auch auf andere Sparkassen – auch im Mehrfachagentenstatus – gespiegelt werden.“
Und so kommt es.
JDC bringt eine offene Versicherungsplattform für S Mobile Versicherungsmakler (siehe oben) an den Start. Eigenen Angaben zufolge ist es das erste sogenannte Bancassurance-Produkt, das in Richtung Sparkassen zielt. Von da an können Kunden der Sparkasse Bremen ihre Versicherungsangelegenheiten über Computer oder Smartphone digital regeln. Zugleich nutzen die Mitarbeiter des Versicherungsmaklers Systeme von JDC und können dort weitgehend digital arbeiten.
Erneut kündigt JDC an, „auch allen anderen Sparkassen die Vorzüge einer transparenten und offenen Versicherungswelt im Rahmen der B2B-Bancassurance-Kampagne anbieten“ zu wollen.
JDC arbeitet im Rahmen eines Joint Ventures mit der Provinzial zusammen, der Versicherung der Sparkassen. Die neue Gesellschaft heißt „Einfach Gut Versichert“ und soll Versicherungen, die nicht von der Provinzial kommen, für Privatkunden abwickeln.
Laufen soll das über eine Schnittstelle zum S-Versicherungsmanager. Das ist ein IT-System der öffentlichen Versicherungsunternehmen für Sparkassen, um Versicherungen an Privatkunden zu vermitteln.
Bei JDC hofft man darauf, in den kommenden fünf Jahren bis zu 100 Sparkassen über „Einfach Gut Versichert“ anzubinden und so rund eine Million Kunden hinzuzubekommen.
Geschäftsführer der GmbH sind Michael Schlieckmann, zugleich Bereichsleiter bei der Provinzial und Geschäftsführer beim S-Versicherungsmanager, und JDC-Vorstand Ralph Konrad.
JDC arbeitet mit der Versicherungskammer Bayern Versicherungsanstalt des öffentlichen Rechts zusammen. Man wolle das in Zusammenhang mit dem S-Versicherungsmanager tun (siehe oben), über den ja die öffentlichen Versicherer das Versicherungsgeschäft mit Sparkassenkunden abwickeln.
Jetzt will man eben diesen S-Versicherungsmanager mit den JDC-Systemen „über eine Schnittstelle technisch eng verzahnen“. So soll später alles – also Abwicklung und Verwaltung – über die JDC-Plattformtechnik laufen.
Um das Ganze auch finanziell zu untermauern, steigt die Versicherungskammer als Miteigentümer bei JDC ein. Sie kauft 540.000 neu ausgegebene Aktien für damals rund 10,7 Millionen Euro.
„Das ist eine weitere langfristige Kooperation, mit der wir die Versicherungsplattform Nummer 1 im Bereich der Sparkassen und in ganz Deutschland werden wollen“, kommentiert JDC-Vorstand Konrad.
Mit dem Fidessecur Versicherungs- und Wirtschaftsdienst arbeitet JDC nun auch mit einer Tochter der Versicherungskammer Bayern zusammen. Dabei geht es darum, Privatkunden der Sparkassen Versicherungen vermitteln zu können.
Bislang verkaufen die Sparkassen im Gebiet der Versicherungskammer ausschließlich deren Policen. Diese Exklusivsache wird nun gelockert: Fidessecur soll demnächst auch Verträge, die nicht von der Kammer sind, für Sparkassenkunden verwalten und betreuen können. Dazu nutzt es eine Schnittstelle zum bereits erwähnten S-Versicherungsmanager und natürlich damit auch die JDC-Plattform. Denn die beiden sind ja schon verbunden.
Fidessecur greift dann auch auf das JDC-Maklerprogramm iCRM zu, um alle Verträge zu bündeln und zu verwalten. Im ersten Quartal 2024 will man das Programm auf alle Sparkassen im Gebiet der Versicherungskammer ausrollen.
Der vorerst letzte Streich in der Geschichte läuft ebenfalls im …
Mit der Sparkassenversicherung (SV) angelt man sich den dritten Sparkassenversicherer. Denn JDC schließt einen Kooperationsvertrag mit der „Sicher gut betreut Versicherungsvermittlung“ (SGB). Die wiederum ging Ende 2022 als Joint Venture aus einer Zusammenarbeit zwischen der SV und dem Industrieversicherungsmakler MRH Trowe hervor. Sitz des Unternehmens ist in Kassel, das Einzugsgebiet liegt in Hessen und Nordrhein-Westfalen.
Auch in dieser Zusammenarbeit geht es genau wie in Bayern darum, private Sparkassenkunden in Sachen Versicherungen zu betreuen. Auch hier sind das bislang in diesem Gebiet fast ausschließlich Policen der SV. Und auch hier läuft es so wie bei der Versicherungskammer: SGB soll durch die Koop demnächst auch Fremdverträge für Sparkassenkunden verwalten und betreuen können. Dazu bekommt es eine Schnittstelle zum S-Versicherungsmanager und damit auch zur JDC-Plattform.
„Damit sind wir für die nächsten Jahre der Drittversicherungspartner für die drei größten öffentlichen Versicherer, die zusammen knapp 20 Milliarden Beitragseinnahmen auf sich vereinen“, sagt Ralph Konrad. „Von den rund 350 Sparkassen in Deutschland können damit zukünftig fast 300 Sparkassen grundsätzlich auf den S-Versicherungsmanager und damit auch die Services der JDC zugreifen. Das ist ein enormes Potenzial für JDC.“
Treffender kann man es nun wirklich nicht ausdrücken.
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