GDV-Zahlen

Autodiebstähle werden seltener, aber teurer

Vergangenes Jahr ist die Zahl der Autodiebstähle auf ein neues Rekordtief gesunken – Kriminelle schlugen zu etwa 14 Prozent seltener zu. Gleichzeitig stiegen jedoch die Kosten pro Schaden weiter an. Die Gründe für diese Entwicklung erfahren Sie hier.
© GDV
Die Grafik zeigt: Autodiebstähle kommen zwar seltener vor, kosten dafür aber auch immer mehr.

15.037 kaskoversicherte Autos sind im Jahr 2018 durch Kriminelle entwendet worden – 14 Prozent weniger als 2017. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ist das der niedrigste Wert seit der Wiedervereinigung.

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Für die Versicherer bedeute das aber trotzdem keine Entlastung, berichtet der GDV. Denn: Der Durchschnittsschaden pro Diebstahl sei erneut teurer geworden. Im Schnitt seien pro Fall 19.800 Euro zusammengekommen. Das mache ein Plus von 7 Prozent. 2018 sei somit ein Gesamtschaden in Höhe von 298 Millionen Euro entstanden.

Berlin bleibt Hochburg

Die laut GDV höchste Diebstahlrate hat nach wie vor die deutsche Hauptstadt: In Berlin wurden 2.877 Autos entwendet. Die Diebstahlquote lag bei 3,1 von 1.000 kaskoversicherten Wagen. Ebenfalls vergleichsweise hohe Diebstahlraten ergaben sich für Leipzig (1,5), Hamburg (1,4) und Hannover (1,0). Im Süden Deutschlands hingegen ging es laut dem Verband ruhiger zu: So gab es in Bayern und Baden-Württemberg nicht einmal halb so viele Autodiebstähle wie in Berlin.

SUVs und Luxuslimousinen hoch im Kurs

Besonders beliebt in der Diebstahlszene scheinen SUVs und teure Limousinen zu sein. Das 2018 am häufigsten gestohlene Modell war der Mazda CX-5 2.2 D AWD, gefolgt von gleich mehreren X-Modellen des Autoherstellers BMW. Autobesitzer schützen sich am besten mit einer Kaskoversicherung – sowohl Teil- als auch Vollkasko zahlen nach einem Diebstahl.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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