Jedes Jahr treten in Deutschland im Schnitt 30.000 bis 40.000 frostbedingte Leitungswasserschäden auf – und verursachen Gesamtkosten zwischen 120 und 150 Millionen Euro für die Versicherer, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) meldet.
Insgesamt habe sich der Schadenaufwand für Leitungswasserschäden in den vergangenen 20 Jahren mehr als verdoppelt. Zahlten die Wohngebäudeversicherer im Jahr 2001 noch knapp 1,5 Milliarden Euro, waren es 2020 bereits gut 3,3 Milliarden Euro.
„Obwohl Frostschäden oftmals leicht vermeidbar wären, machen sie immer noch rund fünf Prozent des Schadenaufwandes für Leitungswasserschäden in der Wohngebäudeversicherung aus“, erklärt die stellvertretende GDV-Hauptgeschäftsführerin Anja Käfer-Rohrbach.
Schwierig dürfte es jedoch für die von der Flutkatastrophe im Ahrtal betroffenen Menschen werden, die jetzt ihre Häuser wiederaufbauen. „Vielerorts ist weder eine frostsichere Wasserversorgung noch eine stabile und leistungsfähige Stromversorgung sichergestellt“, sagt Käfer-Rohrbach. Darüber hinaus könnten viele Häuser, die bislang mit Gas oder Öl beheizt wurden, über den Winter nicht ausreichend warmgehalten werden.
Im schlimmsten Fall bersten die Wasserleitungen beim ersten längeren Frost und verursachen neue Schäden, bevor die alten beseitigt werden konnten. „In Häusern, die über den Winter nicht bewohnt werden können, sollte deshalb das Wasser aus den Leitungen abgelassen werden“, erklärt Käfer-Rohrbach.
Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.