Fünf Tipps

Wie Vermittler Social Media effektiv nutzen

Für die Kundenansprache sind die sozialen Medien heutzutage enorm wichtig. Trotzdem wagen sich viele Vermittler noch nicht in diese digitale Welt vor. Versicherungskauffrau und Social-Media-Managerin Nadja Smelius gibt in ihrem Gastbeitrag fünf Tipps, wie Vermittler Linkedin, Instragram & Co. sinnvoll nutzen können.
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Nadja Smelius ist Kauffrau für Versicherungen und Finanzen und Social-Media-Managerin.

Soziale Netzwerke gehören heute zu den wichtigsten Marketing-Kanälen für Versicherungsvermittler. Die meisten empfinden Social-Media-Marketing als sehr zeitintensiv. Viele wenden auch ein, überhaupt nicht genügend Zeit zum Erstellen interessanter Inhalte zu haben. Im Durchschnitt verbringt allerdings jeder Deutsche knapp über eine Stunde täglich auf Facebook, Instagram & Co, zeigt eine Statista-Erhebung aus dem Jahr 2019.

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Zu viel Zeit, um sie nicht produktiv zu nutzen. Versicherungsvermittler, die erfolgreich mit sozialen Netzwerken arbeiten wollen, brauchen daher einen Plan, um vom Zuschauer zum Mitspieler zu werden. Dieser Artikel gibt Ihnen fünf Tipps für eine effizientere Social-Media-Nutzung.

  1. Planen Sie ihren Content

Sie können sich vornehmen, mindestens zwei Linkedin-Artikel pro Woche zu veröffentlichen und Sie können sich auch vornehmen zehn Instagram-Storys pro Tag zu posten, aber Sie werden es ohne eine Planung im Vorfeld nicht umsetzen. In dem Moment, in dem Sie die entsprechende App öffnen, werden Sie verführt, einfach mal kurz dem Arbeitsalltag zu entfliehen und durch die schnelle Welt der interessanten Neuigkeiten zu surfen.

Dabei verstreicht unbemerkt wertvolle Zeit. Denn auch wenn niemand die genauen Algorithmen kennt, so weiß man doch, dass das Ziel einer jeden Social-Media-Plattform darin liegt, den Nutzer möglichst lange auf dieser zu halten. Damit Ihnen das nicht passiert, legen Sie vorher fest, wann Sie zu welchem Thema, welchen Content teilen möchten.

  1. Das Netzwerk zum Leben erwecken

„Aktiv Netzwerken“ ist die Handlung im Social-Media-Bereich, die man am ehesten aus der analogen in die digitale Sphäre übernehmen kann. Auf einer Messe oder an einem Unternehmerstammtisch ist jedem Besucher bewusst, was zu tun ist. Es gilt Gespräche mit potenziellen Kunden oder Netzwerkpartnern zu führen. Man stellt Fragen und spricht über gemeinsame Themen.

Auf Instagram oder Linkedin funktioniert das ebenfalls sehr gut. Reichweite kommt nicht nur vom Posten eigener Beiträge, sondern auch vom Interagieren mit anderen Nutzern. Sie sollten sich darum jeden Tag einen Zeitraum von circa 30 bis 40 Minuten nur zum aktiven Ausbau Ihres Netzwerkes und zur Kommunikation mit Ihrer Zielgruppe einplanen.

  1. Verbergen Sie ablenkende Inhalte

Wenn Sie herausgefunden haben, über welchen Kanal Sie Ihre Zielgruppe erreichen, sollten Sie auf diesem Kanal keine Beiträge von alten Schulfreunden, Verwandten oder Lieblingssportlern anschauen. Das klingt zwar hart, aber die Zeit auf Ihren Marketing-Kanälen ist kostbar. Darum sollten Sie sich auf diesen nicht von privaten Inhalten ablenken lassen, sondern sich voll und ganz auf Ihre Inhalte und die Interaktion mit Ihrer Zielgruppe fokussieren.

  1. Nutzen Sie das „Digital-Wellbeing-Tool“ Ihres Smartphones

Menschen, die zu den wirklich passionierten Social-Media-Nutzern gehören, haben natürlich auch ihre Lieblings-App. Diese wird mehrmals am Tag häufig unbewusst geöffnet. Soziale Netzwerke können bei ihren „Daily Usern“ zu echten Zeitfressern werden. Das Digital-Wellbeing-Tool auf Ihrem Handy lässt Sie zeitliche Nutzungslimits für einzelne Apps erstellen oder Konzentrationszeiten einrichten, in denen bestimmte Apps gesperrt werden. Probieren Sie es aus, Sie werden sich über die zusätzlich gewonnene Zeit freuen.

  1. Beobachten Sie, was bei Ihrer Zielgruppe ankommt

Natürlich ist es neben der Erstellung von Content und der Kommunikation mit der Zielgruppe wichtig, herauszufinden, was gerade Trend auf der priorisierten Marketing-Plattform ist. Dafür gehört als fester Bestandteil in den wöchentlichen Arbeitsplan eine Zeit von circa 30 Minuten täglich, in der Sie recherchieren, welchen reichweitenstarken Accounts Ihre Zielgruppe folgt und welche Inhalte diese Accounts erstellen.

Das bedeutet nicht, dass Sie den Content anderer Accounts kopieren! Aber finden Sie Antworten auf Fragen wie diese: Welche Motive gefallen meiner Zielgruppe auf Bildern? Wie ist die Hintergrundmusik in Videos? Zu welchen Themen sucht meine Zielgruppe Informationen? Mit welchen Hashtags wird gesucht?

Die Ergebnisse einer solchen Recherche sollten immer sofort notiert werden. Sie können dann direkt bei der Planung Ihrer neuen Beiträge berücksichtigt werden.

Fazit

Die Umsetzung dieser fünf Tipps wird Ihnen dabei helfen, in einer neuen spannenden Marketing-Welt produktiv zu arbeiten und zu lernen. Für das Wachstum Ihres Accounts brauchen Sie Zeit und Geduld, aber am Ende wird Ihre Kontinuität ganz sicher belohnt werden.

Über die Autorin

Nadja Smelius ist gelernte Kauffrau für Versicherungen & Finanzen und seit zehn Jahren im Versicherungsagentur-Außendienst tätig. 2016 machte sie eine Ausbildung zur Social-Media-Managerin. Mehr erfahren Sie unter https://blogpolice.de

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