Finanzdienstleister müssen Facebook & Co. besser nutzen

Nachholbedarf in Sachen Social Media: An mehr als acht von zehn Nutzern geht die Kommunikation der Finanzdienstleister bei Facebook, Twitter & Co. komplett vorbei. Zudem bewerten User Angebote, die sie am häufigsten wahrnehmen, als unbefriedigend.

Nur 17 Prozent der Social-Media-Nutzer in Deutschland bemerken beim Surfen im Web 2.0 Aktivitäten von Banken oder Versicherern. Das bedeutet: An mehr als acht von zehn Social-Media-Nutzern geht die Web-2.0-Kommunikation der Finanzdienstleister komplett vorbei.

Das ergab der Social-Media-Atlas, den die Kommunikationsberatung Faktenkontor zusammen mit dem IMWF – Institut für Management- und Wirtschaftsforschung durchgeführt hat. Dabei wurden knapp 3.500 Internetnutzer ab 14 Jahren befragt.

Wenn Nutzer überhaupt Social-Media-Aktivitäten von Banken und Versicherern bewusst bemerken, sind es meist entweder Informationen über Produkte und Dienstleistungen oder Werbung. Doch gerade Werbung schneidet im Urteil der Social-Media-Nutzer besonders schlecht ab: 64 Prozent derjenigen, die die Web-2.0-Werbung bemerken, würden ihr als Schulnote allerhöchstens eine Drei geben.

Deutlich besser schneiden hingegen Stellenangebote und Recruiting-Aktivitäten sowie Informationen zu Kontaktmöglichkeiten und Serviceangebote der Banken und Versicherer ab. Dafür vergeben mehr als die Hälfte derjenigen, die sie bemerken, ein „gut“ oder „sehr gut“. Allerdings werden diese beliebten Aktivitäten kaum wahrgenommen – lediglich 21 Prozent derjenigen, die überhaupt Social-Media-Aktivitäten aus diesen Branchen bemerken, stoßen auf Inhalte zum Thema Recruiting, nur 19 Prozent auf Kontaktmöglichkeiten und Serviceangebote.

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