Erneute Prüfung angeordnet

Bundesrat hält Aufsichtswechsel für 34f-Vermittler in der Schwebe

Der Aufsichtswechsel über Finanzanlagenvermittler und -berater ist nicht vom Tisch: Der Bundesrat will die Ländervertreter den Gesetzesentwurf noch einmal überprüfen lassen. Damit wendete er sich gegen die Empfehlungen des Wirtschaftsausschusses, das Vorhaben der Bundesregierung gänzlich zu verwerfen.
© dpa/picture alliance
Das Gebäude des Deutschen Bundesrats in Berlin: Die Regierung muss den Gesetzesentwurf nun erneut prüfen.

Der von der Regierung geplante Aufsichtswechsel über Finanzanlagenvermittler und -berater von den Industrie- und Handelskammern (IHKs) und Gewerbeämtern hin zur Bafin ist weder in trockenen Tüchern noch vom Tisch: Der Bundesrat hat sich nun am Freitag gegen die Empfehlung des Wirtschaftsausschusses gewendet, den Gesetzesentwurf abzulehnen. Stattdessen folgte er der Anregung des Finanzausschusses: Der Entwurf soll noch einmal genauer unter die Lupe genommen werden.

Mehr zum Thema

Bundesrats-Ausschüsse lehnen Gesetzentwurf zum Aufsichtswechsel ab

Hier geht es zum Artikel.

AfW macht mobil gegen Bafin-Aufsicht für 34f-Vermittler

Noch vor der Sommerpause soll der Aufsichtswechsel für 34f-Vermittler beschlossen werden. „Das Gesetz ist jetzt…

AfW rechnet mit dramatischem Beraterschwund bei Bafin-Aufsicht

In Berlin diskutieren die Politiker derzeit über eine eventuelle Verlagerung der Aufsichtsverantwortung für Finanzanlagevermittler zur…

Zeitgleich forderte der Bundesrat die Bundesregierung dazu auf, den Personalbedarf und die jährlichen Kosten, die durch den Aufsichtswechsel entstehen würden, erneut zu prüfen. Ebenso sollen die Politiker beurteilen, ob nicht doch die bisherigen Aufsichtsbehörden an zweiter Stelle mit ins Boot geholt werden sollten. So wäre nicht allein die Bafin zuständig.

Kritik kam unter anderem vom deutschen Fondsverband BVI:

Dieser findet, die aktuell geplante Zweiteilung der Aufsicht würde so nur durch eine neue Zweiteilung ersetzt. „Viele 34f-Vermittler, für die die Anlagevermittlung nur einen Baustein ihres Beratungsangebotes und damit nicht die alleinige Ertragsquelle darstellt, werden sich auf den Vertrieb von Versicherungsprodukten beschränken“, teilte der Verband auf seiner Website mit. Darunter würden vor allem die Produktvielfalt sowie die Beratungsqualität leiden. „Letztlich steht dies auch der Forderung der Bundesregierung entgegen, die Vermögensbildung und private Vorsorge zu fördern.“

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

Teilen:
Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Pfefferminzia