Die EU-Kommission will die Umsetzung der Finanzmarktrichtlinie Mifid II um ein Jahr verschieben. Für Markus Ferber, CSU-Politiker und Berichterstatter im Europaparlament, ein Unding. Hätten die EU-Kommission und die europäische Wertpapieraufsicht Esma in einem ordentlichen Tempo gearbeitet, wäre das nicht nötig gewesen.
„Der Vorschlag, das Inkrafttreten von Mifid II um ein Jahr zu verschieben, ist ein Armutszeugnis für Kommission und ESMA“, erklärt Markus Ferber, der zuständige Berichterstatter im Europaparlament, gegenüber der Börsen-Zeitung. Schließlich hätten die Behörden nach dem politischen Kompromiss im Jahr 2014 drei Jahre Zeit, um die Richtlinie planmäßig zum Januar 2017 umzusetzen.
Bei einer zügigen Arbeitsweise wäre dieses Zeitfenster mehr als ausreichend gewesen, sagt der CSU-Politiker. „Leider haben sowohl ESMA als auch die Europäische Kommission ein ums andere Mal getrödelt“.
Die EU-Kommission gab vorgestern ihre Überlegung bekannt, die Mifid-Reform um ein Jahr auf den Januar 2018 zu verschieben.
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