20.000 weniger Versicherungsfälle

Wohnungseinbrüche sinken auf 20-Jahrestief

Rund 110.000 Wohnungseinbrüche wurden den deutschen Versicherern 2018 gemeldet – das sind gut 20.000 weniger als im Vorjahr, wie der Versicherungsverband GDV meldet. Demnach ist auch die Schadenhöhe um 50 Millionen Euro gesunken und liegt mit 310 Millionen Euro auf dem niedrigsten Stand seit dem Jahr 2007.
© GDV
Nachdem noch im Jahr 2015 etwa 180.000 Einbruchdiebstähle angezeigt wurden, sind es im Jahr 2018 nur noch rund 97.000.

„An den sinkenden Einbruchzahlen wird deutlich: Vorsorge wirkt! Viele Hausbesitzer haben in den vergangenen Jahren in bessere Sicherheitstechnik investiert, das zahlt sich aus“, kommentierte GDV-Präsident Wolfgang Weiler die rückläufige Entwicklung. Ein Einbruch verursache allerdings im Durchschnitt einen Schaden von rund 2.850 Euro, und damit 100 Euro mehr als 2017, so Weiler. In der GDV-Statistik sind auch Einbrüche in Keller, Dachböden oder Wirtschaftsräume enthalten.

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Als ein Grund für den starken Rückgang der Wohnungseinbrüche nennt Herbert Reul (CDU), Innenminister Nordrhein-Westfalens gegenüber der Welt am Sonntag, vor allem die Verbesserung der Fahndungskonzepte. Zudem habe auch die Schließung der Balkanroute ihren Anteil, da ein Teil der reisenden Banden nicht mehr so leicht ins Land komme.

Auch, dass die Bundesregierung Einbrüche in Privatwohnungen seit Sommer 2017 zum „Verbrechenstatbestand“ gemacht habe, wirke sich auf die Einbruchszahlen aus, so Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD). Die Mindestfreiheitsstrafe habe sich von einem halben Jahr auf ein Jahr erhöht und die Höchststrafe liegt nun bei zehn Jahren. „Damit hat der abschreckende Effekt zugenommen“, wird Mäurer in der Welt am Sonntag zitiert.

Insbesondere in Bremen/Bremerhaven soll laut Polizeiliche Kriminalstatistik 2018 der Rückgang mit minus 27,1 Prozent besonders hoch ausfallen. Dahinter folgt laut Welt am Sonntag Nordrhein-Westfalen mit einem Minus von 23,4 Prozent und Hamburg mit minus 20,2 Prozent. Das Saarland und Sachsen-Anhalt weisen dagegen noch einen Anstieg auf. Im Saarland liegt der bei 23,4 Prozent und in Sachsen-Anhalt bei 3,9 Prozent.

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