Geldnot ist ein oft genannter Grund, warum Rentner im Ruhestand weiterarbeiten. Fast jeder Zweite über 50 Jahren kann sich vorstellen, neben der Rente zu arbeiten. Knapp ein Drittel (30,5 Prozent) der Deutschen geben als Grund dafür an, dass das Geld im Ruhestand nicht ausreicht. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für den Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands (VDK). Das Meinungsforschungsinstitut Civey befragte im August 2024 online 2.510 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ab 50 Jahren zu ihrer Rente.
47,1 Prozent der Befragten können sich grundsätzlich vorstellen, in ihrer Rente zu arbeiten. 7,8 Prozent tun das bereits.
Unterschiede zeigen sich in der Umfrage des VDK auch zwischen Ost und West. In den ehemaligen DDR-Bundesländern geben 37,1 Prozent der Befragten an, wegen unzureichender Rentenhöhe im Ruhestand arbeiten zu müssen. Im Rest Deutschlands liegt dieser Anteil nur bei 29,3 Prozent.
Aus Sicht der VDK-Präsidentin Verena Bentele zeichne sich „eine Spaltung der älteren Menschen ab in die gut qualifizierten und gesunden Fachkräfte, die weiterarbeiten können und die Rente als Zusatzeinkommen beziehen, und denjenigen, die das nicht schaffen oder können und auf eine niedrige Rente angewiesen bleiben.“
Der Sozialverband VDK fordert daher:
Die Regierung müsse dafür sorgen, dass alle Menschen nach Eintritt ins Rentenalter eine gute und sichere Rente haben. Weiterarbeiten sollten aus Sicht des VDK nur die, die es auch wirklich wollen. Altersarmut dürfe nicht zum eigenen Versagen werden.
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