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7 Tipps, um ausländische Fachkräfte gut zu beraten

Wie können Versicherungsmakler ausländische Fachkräfte gezielt ansprechen und langfristig als Kunden gewinnen? Diese sieben Tipps zeigen, worauf es am meisten ankommt.
Versicherungsmakler gibt Kundin die Hand: Um ausländische Fachkräfte gut zu beraten, sind Englischkenntnisse hilfreich.
© Drazen Zigic / Freepik
Versicherungsmakler gibt Kundin die Hand: Um ausländische Fachkräfte gut zu beraten, sind Englischkenntnisse hilfreich.

Ausländische Fachkräfte können eine interessante Zielgruppe für Versicherungsmakler sein. Dafür müssen sie ihre Beratung aber an deren spezifische Bedürfnisse anpassen. Die folgenden sieben Tipps, die wir aus unterschiedlichen Quellen zusammengetragen haben, sollen Makler dabei unterstützen.

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Mehr Informationen, darüber, was an der Zielgruppe ausländische Fachkräfte, kurz Expats, besonders ist, erfahren Sie hier.

1. Tipp: Die speziellen Versicherungsbedürfnisse von Expats erkennen
Familie spielt im Garten Foto: Freepik
Familie spielt im Garten. Foto: Freepik

Ausländische Fachkräfte benötigen andere Versicherungen als die meisten übrigen Kundengruppen. In Deutschland reicht beispielsweise eine Versicherung über die europäische Krankenversicherungskarte häufig nicht aus – eine ergänzende Auslandskrankenversicherung ist daher aus Expertensicht sinnvoll. Da der Zugang zur gesetzlichen Rente für viele ausländische Fachkräfte eingeschränkt ist, sollten Versicherungsmakler diese Klientel über private oder internationale Vorsorgelösungen informieren. Auch eine private Haftpflichtversicherung ist wichtig, vor allem für Familien.

2. Tipp: Die Beratung auf Englisch anbieten
Versicherungsmakler führt ein Beratungsgespräch Foto: Drazen Zigic
Versicherungsmakler führt ein Beratungsgespräch. Foto: Drazen Zigic/Freepik

Da ausländische Fachkräfte, kurz Expats, aus verschiedenen Ländern kommen und nicht immer Deutsch sprechen, ist es wichtig, Beratungen zumindest auf Englisch anzubieten. Noch besser sind weitere Kenntnisse in gängigen Sprachen wie Spanisch, Französisch oder Chinesisch. Das hilft, Missverständnisse zu vermeiden und das Vertrauen der Kunden aufzubauen. Zusätzlich sollten Versicherungsmakler englischsprachige Informationsmaterialien verwenden.

3. Tipp: Lokale und internationale Vorschriften berücksichtigen
Gruppe aus jungen Fachkräften Foto: garetsvisual
Gruppe aus jungen Fachkräften. Foto: garetsvisual/Freepik

Es ist wichtig, regelmäßig die rechtlichen Rahmenbedingungen in den Ländern zu prüfen, in denen ausländische Fachkräfte leben und arbeiten, insbesondere in Bezug auf Krankenversicherung, Sozialversicherungen und Steuern. Ein internationaler Versicherungsschutz sollte sowohl die lokalen Vorschriften als auch internationale Standards berücksichtigen, um sicherzustellen, dass Kunden im Ausland komplett abgesichert sind.

4. Tipp: Kulturelle Unterschiede beachten
Junge Expats machen einen Ausflug Foto: Freepik
Junge Expats machen einen Ausflug. Foto: Freepik

Ausländische Fachkräfte aus verschiedenen Ländern haben oft unterschiedliche Vorstellungen von Versicherung und Absicherung. Ein amerikanischer Expat hat möglicherweise eine andere Wahrnehmung als eine europäische oder asiatische Person. Es ist daher wichtig, kulturelle Unterschiede etwa in Sachen „Privatsphäre“ und „Vertrauen“ gegenüber Institutionen zu klären, informiert die Webseite Exinss – Expatriate Insurance Services. Ein besseres Verständnis für die kulturellen Bedürfnisse von Expat-Kundinnen und -Kunden entwickeln Versicherungsmakler über Beziehungen zu internationalen Netzwerken und Communities.

5. Tipp: Digitale Beratungsmöglichkeiten anbieten
Versicherungsmaklerin führt digitales Beratungsgepräch Foto: Freepik
Versicherungsmaklerin führt digitales Beratungsgepräch. Foto: Freepik

Expats bevorzugen oft digitale Kommunikation, da sie sich möglicherweise in verschiedenen Ländern aufhalten oder Zeitverschiebungen berücksichtigen müssen. Um eine flexible Beratung anzubieten, sollten Versicherungsmakler daher Videokonferenzen über Tools wie Zoom oder Skype sowie Chat-Tools und E-Mail nutzen. Zusätzlich können sie digitale Angebote zur Vertragsunterzeichnung oder für den Kundenservice einsetzen. Damit erleichtern sie dieser Klientel den Zugang zu Versicherungsdienstleistungen und gestalten den Prozess effizienter.

6. Tipp: Sich mit Expat-Gemeinschaften vernetzen
Menschen unterhalten sich auf einer Messe Foto: Freepik
Menschen unterhalten sich auf einer Messe. Foto: Freepik

Expat-Communities, internationale Unternehmen oder Relocation-Agenturen, die Expats bei ihrem Umzug und der Integration in ihr neues Heimatland unterstützen, können laut der Webseite von Exinns Versicherungsmaklern wertvolle Einblicke in die Bedürfnisse dieser Zielgruppe geben. Außerdem können sie Maklern dabei helfen, potenzielle Kunden zu gewinnen. Zudem bieten Networking-Events oder Expat-Messen die Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen und Dienstleistungen bekannter zu machen.

7. Tipp: In sozialen Netzwerken präsent sein
2 Personen schauen auf ein Smartphone Foto: wayhomestudio / Freepik
Personen schauen auf ein Smartphone. Foto: wayhomestudio/Freepik

Linkedin, Facebook und Instagram sind laut einer Studie von Meltwater und We are Social die wichtigsten Social-Media-Plattformen, um mit Expats zu interagieren und die Dienstleistungen zu präsentieren. Makler sollten regelmäßig Beiträge zu relevanten Themen wie „Versicherungen für digitale Nomaden“ oder „Absicherung für Expats in Deutschland“ erstellen, um die Aufmerksamkeit von ausländischen Fachkräften zu gewinnen. Versicherungsmakler sollten gezielte Hashtags verwenden, um die Zielgruppe direkt anzusprechen.

Autorin

Barbara Bocks ist seit 2011 als Journalistin im Wirtschafts- und Finanzbereich unterwegs. Von Juli 2024 bis Dezember 2025 war sie als Redakteurin bei der Pfefferminzia Medien GmbH angestellt.

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