Wirtschaftsjournalist Karsten Seibel

Welche Vorsorge für wen geeignet ist

Sinkendes Rentenniveau, Haltelinien, Angst vor Altersarmut – das Thema Rente und Vorsorge kommt nicht aus den Schlagzeilen. Was aber heißt das für den Verbraucher? Und wie kann er am besten privat vorsorgen? Karsten Seibel, „Welt“- Wirtschaftskorrespondent, gibt Rat.
© Welt.de
Ein Screenshot des Videos auf Welt.de: Karsten Seibel rät jedem, vorzusorgen – und zwar meist auf unterschiedliche Weise.

Wenn überall von Altersarmut und einem sinkendem Rentenniveau die Rede ist, klingt das bedrohlich – da tut ein nüchterner Blick auf die Sachlage gut. Karsten Seibel, Wirtschaftskorrespondent der Welt, meint, im Kern geht es darum, dass Verbraucher ihren gewohnten Lebensstandard halten können – und dafür gelte es, vorzusorgen. Denn: „Gedanken um eine private Altersvorsorge sollten sich alle machen“, sagt Seibel in einem Video-Interview.

Besonders Selbstständige seien von Altersarmut bedroht, findet der Journalist. Vor allem dann, wenn sie all ihr Geld in die Firma stecken und die Vorsorge fürs Alter in den Hintergrund rückt. Grundsätzlich, so der Korrespondent, sei die Unsicherheit in Sachen Vorsorge vor allem auf Unwissenheit zurückzuführen.

Seibel findet Riester-Rente zu kostenbelastet

Die Riester-Rente sei beispielsweise gar nicht so schlecht, wie es die Medien vermuten lassen. Es hapere nämlich nicht am Konzept, sondern an den entsprechenden Produkten, wie Versicherungen. Diese seien oftmals sehr kostenbelastet, sodass „am Ende kaum noch etwas von der Rendite übrig bleibt“, sagt Seibel, was diese Produkte unattraktiv mache.

Aber vor allem für Angestellte sei die Möglichkeit einen Wohn-Riester abzuschließen, in Erwägung zu ziehen. Und auch Fondssparpläne seien, gerade für junge Leute, die in ihrem Leben noch viel vorsorgen könnten, eine gute Alternative. Selbstständigen rät Seibel gar zur freiwilligen Absicherung über die gesetzliche Rente. Hier gebe es bald Renditen von 2 bis 3 Prozent, wie die Deutsche Rentenversicherung voraussagt. Das sei, etwa im Vergleich zu Tagesgeld- und Festgeld-Renditen, „gar nicht mal so schlecht“.

Mehr dazu will der Wirtschaftskorrespondent in der nächsten Ausgabe der Welt am Sonntag berichten.

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