Umfrage des DIA

Viele Bürger wollen 2026 weniger vorsorgen

Zwei Drittel der Deutschen wollen in diesem Jahr offenbar weniger Geld für ihr Alter zurücklegen – obwohl sie sich Sorgen um die Finanzen im Ruhestand machen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage.
Versicherungsberater in formeller Kleidung vor städtischer Skyline, professionelle Beratung.
© DIA
Peter Schwark ist seit November 2025 Sprecher des Deutschen Instituts für Altersvosorge (DIA).

Zwei Drittel der Menschen hierzulande befürchten, ihren heutigen Lebensstandard im Alter nicht halten zu können. Gleichzeitig planen spürbar weniger Bürger als im Vorjahr, ihre Vorsorgebemühungen in den nächsten zwölf Monaten auszuweiten.

Das zeigt der neueste „DIA Deutschland-Trend Vorsorge 2025“. Dafür hat das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) im Dezember rund 1.000 Bürgerinnen und Bürger befragen lassen.

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„Die Menschen blicken realistisch, aber besorgt auf ihren Ruhestand. Die Sorge um den Lebensstandard ist hoch, gleichzeitig bröckelt die kurzfristige Vorsorgebereitschaft – das ist ein Alarmsignal für Politik und Anbieter“, erklärt DIA-Sprecher Peter Schwark. „Wir brauchen jetzt einfache, verlässliche Produkte und klare Orientierung über zu erwartende Versorgungslücken, damit aus berechtigten Sorgen Taten werden“.

67 Prozent der Befragten gehen davon aus, ihren Lebensstandard im Alter senken zu müssen, 37 Prozent sagen sogar, sie müssten ihn „deutlich senken“. Nur ein Drittel erwartet, den eigenen Lebensstandard mindestens beibehalten zu können.

Vorsorgebereitschaft sinkt

Bei der Vorsorgebereitschaft ist die Bevölkerung gespalten: 36 Prozent haben nach eigener Aussage nicht ausreichend vorgesorgt, möchten aber in den nächsten zwölf Monaten mehr tun. Das sind 5 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. 35 Prozent fühlen sich dagegen nicht in der Lage oder sind nicht bereit, mehr zu tun (plus 2 Prozentpunkte zum Vorjahr). Nur 29 Prozent halten ihre Vorsorge für ausreichend.

„Wir sehen in unserer aktuellen Befragung, dass die Lücke zwischen negativer Zukunftserwartung und positivem Vorsorgehandeln größer wird“, so Schwark. „Politik und Anbieter sind dringend gefordert, neue und zielgerichtete Impulse zu setzen – von der Reform der privaten Altersvorsorge bis zur klaren Kommunikation über die Vorsorgemöglichkeiten und ihre unterschiedlichen Chancen-Risiko-Profile“.

Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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